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Dcs Europäischen Herolds vicrdte Haupt-Handlung
Natur!. be-schaffeuheitdes Fürsten-thums.
Sottverainitat dieses'Fürstlichen
Das tvaptttdesselben.
künsste solche Verordnung machen wür-den / die sie vor nöthig und möglich er-achteten.
Vre natürliche beschaffenheit dieses^ Fürstenthums anreichcnd/ so ist das landeben/lustig/wcin-und gctraide-reich/ undsonderlich mit vielem obste und saffran gesee-g'ner. An?omme8ä'Orange oderpommeran-tzen aber hat es mangel/dahero auch das sprich--wort entstanden : Ln Oiänge ll 3 poiutä'OrnnZe. Der fluß Argente machet schoneauen/ und giebt den innwohnern gute bequem-ligkeit. Die Hauptstadt Orange ist vorzeitensehr groß gewesen/ und zeiget noch einige altemonumema/unter welchen die übrigkeiten destriuiuphbogens des L. i^ru oder ^3^ximi, dergleichen an alterthum und raritätweder in Franckreich noch Italien zu sehen.Alt torre rouäe, Ie5 3l-enez, und die I^ucle-ra eines alten theatriz wie auch von demtem-pel Diana / und denen Römischen aPiseäuNi-buz. Das volck ist gar civil und sonderlichdas ftauenzimmer zur höffligkeitund conver-lationgeneigt. Das feste schloß zu Orange/so auffeinem ftlftn gelegen/ und einen pro lp^in sieben länder/nemlich in dieftsFürstenthum/in Langvedoc/ Provence / Delphinat/ Viva-re;/ AuvergneundForests giebt/ hatte eine zu-verlaßige iortisscaticmvon boll-und austenwer-^cken/auch eine starcke besttzung. Seitheraber der König in Franckreich selbige / wieobgedacht / demoliren lassen / stehet es ftey undfast offen.
, Von der qualitat und beschasstnheit diesesFürstenthums ist nicht zu zweiffeln/ giebt esauch die vorher gethane erzehlung guter Mas-sen / daß die prinyen von Orange seithereines gantzen secuii und drüber souveraineHerren dieser lande gewesen/ und ausserGOtt und dem schwerdte keinen obertterkennet/sich von GOttes gnaden geschrie-ben/ münye in gold und silier gepraget/und alle Regalien nach gelegenheit der landeexsrciret haben.
Das wapen des freyen Fürstenthuins O-range ist ein güldner schild mit zwey über einan-der stehenden himmelblauen jagthörnern/ de-ren bänderund übrige ziermh rothsind. Zumandencken des alten Chalonischen blut-stam-meS/ wird auch das Chalonische lussgne gesüh-ret/ nemlich in rosin-rothem felde eine breiteschrägrechtS gehende goldfarbige straffe oderbinde. Die Herren de Beaux haben noch fer-ner zu ihrem geschlechtS-wapen gehabt im ro-chen felde einen silbcrstrahlenden stern von sech-zehn spitzem
Die religion und deren zustand in diesem Die«ZigMFürftenthum anlangend/so haben sich dietcrthanen zur Reformirten religion bekennet;wie denn auch dasBistthumzuOrange undU-niversität (welche zwargantz in äecaäeutz kom-men/ und schertzweise davon gesagt worden:i>e8kZLlunt coÜLAium, weil der Rector flvmmtfeinem schreibet' und pedellen öffterS allein imau6ltorio gesessen) dieser religion ergeben ge-wesen. Nachdem aber durch die schwere Ver-folgungen/ unerachtet des A. W81 zwischendem Könige in Franckreich und den General-Stüaten der vereinigten Niederlande geschlostsenen tractats/ den Reformirten nach derFrantzöischen occupgtionaufs schärffstezugese-tzet wurde/flüchteten die inwohner zum theilin andere länder/ theils wurden zur Römischenkirchen abzufassen gezwungen / biß seine letzt-verstorbene Königliche Majestät in Engessand/vorangezeigter Massen / wiederum zum besitzdes Fürstenthumö gelangeten / und die unter-thanen vom gewiffens - zwange befteyeten.
Seit dem hat der jetzige bescher Printz vonConti den Reformirten hiesewst zwar würck-liche und schrifftliche Versicherung thun lassen/sie in ihrer religionS-steyheit ungckränckt zulassen z wie weit sich aber solches erstrecke/muß man der zeit überlassen: Absonderlichda nunmehro verlauten will/ob habe er dasgantzeFürstcnthum an die Crone Franckreichabgetreten.
Wir wollen allhier noch mit ein paar wor-Dieken,ten der Prätention gedencken/ welche ehemahls^^.^von denen l)uc8'äei.onguevisse an dieses freyen vüleaufdie-Fürstenthums wccellionwider das haußNas-s^StM.sau ist erreget worden. H. Ludwig 1 vonOrleans/ vuc sse k.0NAveviIle, hatte zur ehe dieMarckgrasin von Höchberg / Johannen/eine nichts stauen Louysen de Cbalons/ und eineproneptem oder vorenckelin Fürst Iohann-sen de Chalons/ und Marien/ gebohrnerFürstin de Seaur. Weil sich nun hochge-dachte Hekchogin von Longvevisse einer gewis-sen altväterlichen lubüitmion rühmete/ mach«te sie an diese lande ansprach/richtete aber we-niger als nichts aus. Bor einigen jähren/ eheder letzt-verstorbene König in Engessand wiede-rum zum besitz dieses Fürstenthums kam/such-ten Printz Loncle und der Duc äs 8. HlANZN) alsvormündere H. Johann Ludwigs / Ouc äslbonguevitie, diese controverlie wieder hersür/stellten vor dem Parlemen: zu Paris klage an/und erlangeten ein äecret, krafft dessen ihrem
pfleg - söhne das Jürstenthum cum jureluprsmatuz zugesprochenworden.
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