Lz, »>.
> ' f». 'i»^», ^x ^
von dem Frcy-Staatt zu Genff.
6iz
'-"'MtchU
- . HAkch
Wchc
'». V«'' '>«,«« -Kl?
.--"^»VS»
- " '..""". .»»V
' M
' '>",»,-L!iV^^
- ' '', ^il
,.^W
/-S
^ ..D
5' WS'Ä
KW
^ r'"'
»-' .^15" ')/F
- ^ '>.l5 './^ ^
R/e»l
vem an hals gehangenen großen stein von einerhöhe herabgestürtzet. Die bürger kommenjährlich aujfdem ersten Sonntage im jähr zu-sammen/ um wegen bestellung eines neuen8 /näici und anderer die gemeine Wohlfahrt be-treffender jachen sich zu untcrreden»Sie macheneinen unterschied unter kourgems und Lumens.Diese sind stadt-mnd land-kinder; jene aberwürckliche bürger cum MttraZio, darzuauchfremde gegen geld oder gunst auffgenommenwerden/und raths fähig sind»
Vor der Reformation erkennetett dieGenftfer ihren Bischoffvor den höchsten oder förder-ten Herrn bey der Republique/ und hatte esmit ihm fast gleiche bewandnis/ als mit demDoge zu Venedig» Es hatte nemlich der Rath/und die durch das volckerwehltevierSynMci ie-derdas weltlicheregiment/ über die stadtundzugehöriges gebiete zugleich mit dem BischoffundDom-Capitul; dergestalt/daß sie weder dieGrafen von Geneve/ noch auch nachmahls dieHertzogevon Savoyeyvor ihre Ober-Herrenerkennen wölken.
WM des Seither die Römisih-Cathotische veligi-AA^dN durch (Zuillzume kare! relormiret/ der da-mahlige Bischoff kiert-e 6e la Laume A. tsZ4verjaget/ und hernach A. 5539 durch JohannCalmnum vollends gar abgethan worden/hatsich die stadt gar eiferig zu der so genanntenReformieren religion bekennet/ und nichtverstartet/daß auch in ihrem bezircke eine andereöffentlich getrieben werden dörffen. Ausserdaß es der König in Franckreich A. i66z durchscharffe bedrohung mit bombardiren und an-dern heeres-zwangs - Mitteln dahin gebracht/daß das exercitwln Römisch-(Larholijcheereligion wiederum eingenommen und gedul-det werden müssen. Daß matt aber diesen reli-gions-verwandten den Bischöfflichen hoff-undhaupt-kirche zu St» Peter einräumen sollen/dazu hat der Staat nicht können bewogenwerden. Vorder Reformation aber hattediese stadt einen Bischoff/ welcher ein Luttra-ganeu8 von Vienne war. Anitzo aber residi-ret derselbe MÄnnecy/welches dem HertzogevonSavoyenzugehöret»
Man pflegt alteSontttage inTeutscher zuS.Peter / welches vormahlS die Dom-kirche ge-wesen/ in Frantzöischer zu St. Gervais undS. Magdalaine/ und ittJtaliänischer sprächezu S. Germain zu predigen. Auch ist die Uni-versität/ welche Kayser Carl iv um das jährzZ68gestifftet/daselbst mit fürtrefflichen leutenversehen. Die ^linilkri der kirchen und die?rofellorL5 LbcoloZiX halten wöchentlich ihreKonvente/ und 6elibcriren in flichen die religionbetreffend. Die übrigen geistlichen und kir-chen-auch disciplin-fachen werden im corMo-welches aus 24 Personen/ halb geistlich-Und halb weltlichen/ bestehet/ berachschlagetUnd behörige anstalten darinnen verfüget. In-dessen haben die Geistlichen wenig besoldungund viel arbeit: denn es hat iede kirche zweyPrediger/ welche man wöchner nennet/ de-ren Leder wöchentlich 6 biß 7 predigten thunmuß. Vor der l^elormstion pflegten die Gettf-fer bey ihr wapen folgende woree zu setzen:kolk tsaebra, ljiero lucsm» Nach der zeit abet
veränderten sie dieselben also : kolk wnebtas
lux.
Seit A. 1679 hatte diese stadt einen Iran-tzöischen Residenten/welcher aber/durch zulas-sung aller Römisch - Catholischen zur messe inseine capelle/ fast einen aufflaufferweckte; da-her der König bewogen wurde/einen andern anseine stelle dahin zu senden. So lidte auch diesel-be der religion halben nicht wenig anstoß/ alsihr A. 1682 das Parlament zu vijon nicht al-lein die in der landschaffr Gex gelegene zehn-gefälle vorenthielte/ sondern auch die kirche zuMoin in der landschafft Chapitre zuzuschlieffettbefahl; noch mehr aber als A. l6g6 in besag-ter landschafft Gep das exercinum der resor-mirien religion gäntzlich auffgehoben wurde;wiewohl der König A. 1688 nach genauerer er-kundigung der fache/ den proceß zu vijon wi-der die stadt Genff einstellen/und alles in vori-gen stand setzen lassen»
Die vornehmsten familien/welche sich ausItalien dahin gewendet/ sind ohne diejenigen/deren bereits bey der beschreibung von Luecagedacht worden/ die (Izllatin^ 8amoriz > kuerarlS
lieget, t/littutoli> 8t0j?jia, Oioäati^ Olkreäi, <Ler-ciuini, K.ubb2ti, kraUconi, Xlalcontönti ^ Lutiöti»Nartolone^ LgrNelli, 8ervini,^lorollio>I,smber-eist» keliflari, ^artiniZ U.a.M»
Die gemeinen einkünfste der stadt rech-Gmemsttet man aufzvoöoo pfund/ welches aberwenig / und vielleicht nur die gerechnet sind/welche aus denen zöllen und datzen/ so wohiauch den zehenden genommen werden/ dasübrige kömmt aus den land-gütern ein/die inFranckreich/ der Schweitz und im Savoyi-schen liegen. Weil die stadt eine bequemtpassage der waaren in Italien/ Franckreichund Burgund hat/ so hat sie von dem com^metcio auch einigen zugang» Wie denn diemanufacturen/ sonderlich pistslm und aller-hand arten von uhren weit und breit verfüh-ret/ ja gar in Türckey und Persien gebrachtwerden» Der setden-Handel benebst dergold-und silber-fabtlque Notiret auchallhier/zum theil ernehret man sich von den fremden /die Kuclia und exercitiz allhier treiben. Vor-zeiten waren die deuckerexen berühmt / itzdaber sind der wenigste theil der allhier ge-druckten büchee beliebt / weil sie so unfleißigcorrißiret werden. Der Rath hat das mono -polium mit srucht/und darff nichts vongetray-de anders woher/als von dessn korn- bodettfwelcher allezeit aufzwey jähr lang reichlichenvorrath behalten mußZ durch die becker ge-mahlen und zum kauffe gebacken werden»Welches der stadt öffter aus ihren schulden ge-holffen/indem sie diesen leuten einen gewissentax geben / die bürger aber/ so vor sich backenlassen/mögen ihre stucht aufdem marckt kauf-ftn wo sie wollen» Denn es ist von demMagi-strat zu rühmen/daß er also haußhält/daß er mitseinen einkommen auslanget/sich mit geringenbesoldungen vergnüget/ und zum gemeinen be-sten/dahin die einkunffttn gewidmet sind/ sel-bige verwendet/daraus denn der zweck des re-giments erscheinet / nemlich die wolfahrr desvolcks und ganyer gemeinde. Die erhal-tung der freyheit/ Übung der gerechtigkeit/ undguter ordnung sind die mittel dazu»
Hhh h z die