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von dem Frey -Staate der vereinigten Niederlande.
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mann / der Nation manicr kundig war/ dieNiederlander vor andern Tttmurte/ die klugenund GroKn des landes zu wichtigen hoftundStaats - geschäfften gebrauchte/ sich offt derorten landes auffhielte/und gegen manniglich/wie sie es gerne hatten/familiar sich zu comporci-ren wuste Wei! diesem Herrn der Niederlandefürtreffligkeit und eigenschafften / reichthumund starcke besser/ als keinem der vorigen Re-genten wissend worden/ist er Vorhabens gewe-
Mvsr ein len^le sämtliche 17 provinyiek? zu ci-Mgreich nem Röttigreiche zu machen; es hat aber diedaraus!» befundene ckikerentz der Policeyen/gewohn-^ ' und fteyheiten/ rechte und sprachen diese coa-junAion und neue form nicht süglich zugelassen/also daß der Vorschlag ins stecken gerathen: Je-doch machte er ein gesetze/ daß die siebenzehnProvintzienzu ewigen zeiten beysammen blei-ben solten/und dannenhero hat er selbige einemunter den zehn K reyßen/ nemlich dem Burgun-dischen/ einverleibet. A. 155s den 2s Qctobr.Übergabe dieser unvergleichliche Fürst nebstdem Königreich Spanien/ und andern dazugeschlagenen Königreichen auch diese gesamtelande an seinen eintzigen Herrn söhn RömgPhilippen li in Spanien/ welcher unter al-len Potentaten/ dw iemals in Europa ge-herrschet/ der reichste und machtigste zunennen; der aber auch die grösten revoiucic,-nes und kriege ausstehen müssen/immassenin folgenden etwas mehr anzeige geschehensoll.
Als dieser König die regierung seiner Rei-che und lande angetreten / richtete er alle sorg-faltauffdie wiederbringung der ruhe/wornachdie gantze Christenheit verlangte/ und die derzu Cambray mit^der Cron Franckreich ge-schlossene friede wieder Hersteller. Nachdemaber die regierung dieser lande auff solchenfuß gesetzet wurde/ dabey die Niederlander et-was unerträgliches bejanden/ereigneten sichbald viele schwürigkeiten und gebrechen / wel-che/ als sie ihre abhelffiiche maße nicht beka-men/sondern die freyheit des landes immermehr von den Spanischen ^laiU^z beengetund geschmälert werden wolte / endlich zu er-schrecklichen unruhen und innerlichem kriege/Wiippttw^u man zwar mehr einen krieg von ganyHamen Europa/ als der Niederlande/ nennen kan/!!Ärw Und dieses ist der grosse krieg/
'dazu alle Europäische völcker entweder ihre mi-litz und Waffen/oder ihre geld-mittel/ oder ihressscÄionund conlilia conrnbuiret/UNd der ÜberLO j'ahr/ und also am längsten unter allen krie-gen gewähret/ die iemahl auff dem Europäi-schen boden geführet worden/ aus welchemauch diese neue und hochmächtige Republique/davon wir alihier handeln wollen/ erwachsenist.
Beschwer- Die gelcgenheit des ersten Niederländi-Ujder! scheu auffstandes war die furcht/ es wolteR. Ph.l.ppu- » der !.mdc ftcyhnr ingeist-und weltlichen fachen / absonderlichaber mit der verhaßten Inquilirwn, krän-cken. Diese deysorge veranlasste erstlich derbumor und conlluite des Fürsten: Er war inSpanien gebohren/und in der Nation gestren-ger ^vität aufferzogen/ hatte ftinen sitz auchbeständig zu Madrid/an statt/daß ihre vorige
Regenten in denen Niederlanden residiret hat-ten ; zur regierung des landes / sowol auch sonstbeym Konigilchen Hofe brauchte er in denenprincipalesten chargen lauter Spanier/ sich-tete deren kleider-mode/manierzu leben/und de-ro spräche auch bey dem Niederländischen Hofeein / und wurde de.r innländische Ade! wenigoder gar nichts geachtet. Denn bey des Kö-niges natürlichen schwester und Stadthalterinin den Niederlanden /Zrauen Margarethen/Heryogtn von Parma / galt fast allein derCardinal Antonius pefsnorrus von Granvellaaus Burgund gebürtige Es sollen zwar diewichtigsten geschaffte und die höchste ge-wait/ nach des Königs Verordnung / bey derRegenttn/und dem Rathe von Staaten/darinnen auch der priny Ultlhelm vor!
Oranien / die Grafen von Egmont undHorn /die Herren von ^l^oa, und k^rlemonr,und andere mehr fasten/bestehen: Dieweil aberbesagte Regentin eine geheimde mkruckion hat-te/ sich hauptsächlich nach dem Rath des vonGranvella zu achten/ muste alles nach dessen ge-fallen gehen. Der befehl aber/ den K.Philipptl der Stadthalterin hinterlassen hatte/ bestün-de vornemlich darinnen/ die jn^uilicion ju dettNiederlanden einzuführen/ und 14 neue Bi-schoffthümer aufzurichten.
Dieses cllaq^irte die Niederländischen Her-ren/ und vermehrete die sorge der befürchtendenäominarwn; die wichtigsten fachen / darinnendie Spanische strenge regierung dem lande we-he that/ waren folgende. Einmahl hätten Überlast vonnach dem frieden die Spanisihe undwelschemiliy/ die dem lande viel überlast machte /zeit-lich abgcfnhret/ und die Stande von derenVerpflegung und cvntl-ibmwn befreiet wer-den sollen; welches aber nicht zu rechter zeit/sondern alsdenn erst geschähe / da durch über-machte beschwerung die sllLÄion des landes ge-gen die Spanische regierung schon sehr kaltsin-nig worden war. Denn es ist allhier unbe-rührt nicht zu lassen/ daß diese sehr freye lande invorigen zeiten ungewohnet gewesen / fremderrouppen bey sich zu haben/und neben der unlustsie noch zu verpflegen; und was zu1 und earoit V zeiten dann und wann geschehen/war durch den glimpfder Regenten erträglichergemacht worden. Der zeit aber war diese mi-litz desto weniger vonnöthm/weil das land zurfriedens-zeit keines so kostbaren schutzes be-durffte/ und also die fremde garnisonen vornichts anders als werckzeuge ihrer Unterdrü-ckung zu halten waren.
Als aber nun noch hierzu dieses käme/ daß KMcktmgman die obgedachten 14 neue Vtstthümer/ d"welche pabst Paul !V auf des Königs begeh- hei^ren aufgerichtet hatte/einführen/ und zu derenunterhalt die einkünffte der Abteyen brauchenwolle/welches denen besitzcrn derselben und de-nen sämtlichen Conventen/sowol auch denen/welche zu solchen ^-riJturen Hoffnung hatten/sehr beschwerlich fürkame; konten die Land-Stände leicht mercken / was die Spanier imschilde führten / wie sie im grössern Rathe diestimmen mit so viel neuen Bischöffm zu vermeh-ren/und allezeit die msjorg zu machen vorhät-ten/und was es mit der religion/ welche seitherder Reformation in Teutschlande auch allhier
zwie-