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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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462.

Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung

einander;wie denn K. Carl iv Lngemein sihr Schlesien und Mahren sich derselben schutzba-

suffFranckreich mclmirte. Jtziger zeit da ren würckungen mit zu erfreuen; daher auch die

nicht nur die grösten Chur-und Fürsten im ReL- in Polen bißher schwebende conjunKuren diesen

che/ sondern auch Engelland/Dänemarck und landen nichts veränderliches androhen mögen»Holland mit ihrer Rom. Kayserl. Majest .in ge- Und so viel von dem Königreiche Böheim/nauen otk-und «lefevNv.bündnißen stehen/haben so wohl Mahren/ Schlesien undalle erb - lande/ und folglich auch Böhmen/ Laußitz.

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Elcher gestalt Hertzog Eon- Dieses aber ist unberichtet nicht zu lassen/rad in der Masau zu abweh- welcher Massen die nachfolgende Hochmeisterrung der einfalle und verhee- diese jiacta des Ordens bißhergeführter louve-rungcn/wormit die Preußen ralmlät vor hochnachtheilig gehalten/ und gardessen Fürstenthum und an- schwerlich zur Pflichtleistung zu bringen gewe-dere benachbarte lande offtmahls erschrecklich sen; der so genannte pfasten-krieg aber nichtheimgesuchet/ den Teutschen Ritter-Orden un- zugelassen habe / sich davon gantzlich loßzuwür-ter dem damahligen fürtresslichen Hochmeister/ cken/ biß A.I498 Heryog Friedrich Zu Snch-. DitHvs-Furst Hermann / des geschlechts von Salza/ sen / Hertzog Albrechts jüngster Herr söhn/ zumzur hülste gerusten / und ein groß äsrzcbement Hochmeister erkohren worden: welcher wie er Polen uedes Ordens unter folgenden conclittonen/daß seines Durchlauchtigsten Herkommens und^W.nemlich ihnen das Culmische/wie auch dasLö- rechst- unverwandten Chur-und Fürstlichenballische land zu ihrer kubUNentz eingeraumet haust's zu Sachsen halber in grösserer cons^e-worden/ auch das jenige/ was sie in dem Heyd- rstton als seine vorfahren war; also mit destonischen Preußen con^uett.ren würden/ ihnen zu grösserm Nachdruck sich der Polnischen iubmif.ewigen zeiten als des Ordens eigenthum ver- Lonentzogen hat/ nachdem er mit^a^serda-bleiben solte / etwa A. C. 1230 unterm comman- ximMavo l, dem Päbstlichen stuhle/ und vielendo des Landmeisters/Hermann Falckens / ins andern Chur-und Fürsten des Reichs sich deß-land kommen / und mit dem Preußischen kriege halber vertraulich vernommen/ und ihren bey-einen ansang gemachet; welcher gestalt auch fall gefunden.

nach der Hand der Orden die Preußen bezwun- Rönig Johann Albrecht in Polen such-

gen/nach und nach das land cov^ueMrt/ viel te ihn bey verspürter Verweigerung der pr»«

stadte und vesten gebauet/den Schwerdt-Or- renkten schuldigkeit durch zwangs-mittel da-

den in Liefland unter sich gebracht / verschie- zu anzuhalten/ verstarb aber plötzlich darüber/

dene Polnische und Littauische kriege geführet/ und überließ diese execmion seülem Herrn bru- DieC/s«

undwie nach vielem blutigen gesechte und ab- der und Reichs-folger König AlexanderM-WU

wechselndem glücke endlich A. 146s den 18 isOi/welcher/als mit gutem willen die eydes-mM

Octobr. zwischen Rönig Casimir« in Polen/ leistung nicht zu erhalten war/ A. 1504mit ei-

und dem damahligen Hochmeister / Fürst ner armee in Preussen rückte/und damit ver-

Ludwigen / des geschlechts von Erlichs- anlaste/ daß der Hochmeister in Teutschland/

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ha ußen / zu Thorn ein gewisser friede ge- allda hülste zu suchen/ verreisete/ und sich also

schloffen / und dadurch dem Königreiche gantz dermahlen des eydes auch einschlüge. Dessen

pomerellen/ das Culmische und Mtchelai- Cron-nachfolger/Röntg Sigmund/ versuch-

sche land/wie auch Ermeland/Marienburg teauffs neue die Huldigung zu erlangen. Auff

und Elbingen mit allen zugehörungen/als dem der conkrentz zu Posen/ die deßhalber ange--

Wald-amte und denen sechs zum schlösse Hol- stellet wurde/ handelten zwar die KäyftrlLche

land gehörigen dörffern/aufewig zu theil wor- und des heil. Röm. Reichs/ wie auch König

AeUung dem der Hochmeister aber das andere Oestli- Vladislai in Hungarn und Böhmen Ge-

zwlschm^ che Preußen und pomesanien dergestalt sandten / zwischen dem Königlich - Polnischen

l>t>l>alt?n / t»,' es von der CttSN!)e>!en :ni>> d>em

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!ndde?Crpn Ehalten / daß er es von der Cron Polen zu und dem Fürstlich-Preußischen Gesandten zurAvlelz. ^ lehn recoßnolciren / und darüber die huldi- gütlichen beylegung der cl.ifcreorien/ man kon-gung und lehns-pflicht leisten solte/davon tesich aber der fachen nicht vergleichen. Da-könte hier ausführlicher gehandelt werden / rüber verstarb Hertzog Friedrich/Sonnabendswenn nicht bereits oben in beschreibung des heil, nach l.uc!X A. 1610/ und wurde an seine stattRöm. Reichs einige anzeige geschehen wäre/ Marekgraff Albrecht zu Brandenburg/und der Vorsatz bey diesem wercke mehr einen König Sigmunds schwester söhn/ A. C. 15"kurtzen auszug als umständlichen bericht erfor- zum Hochmeister erwehlet / pon deme die He-dem. schwerung des ewigen ftiedens und der alten

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