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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
368
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Des Europäischen Herolds Myte Haupt-Handlung

Teutsche meilen/ von Libau an biß uachMederitz zeuget/ welcher A. 1659 nach väterlichem hm-im Polnischen Lieflande zurechnen. Die drei- tritt die beyden Hertzogthumer erbete. Este aber ist von der Ost-see biß an LittlMen und wolte aber das Unglück / daß er A. 1658 m sei-Samogitien an etlichen orten/wo sie am grösten ner residentz Mietau von dem Schwedischenist/ zo meilen / und ist das land an sich selbst Feld-Marschall Duglas überfallen/ und nebstgantz eben/ fruchtbar / und von allen zeiten her seine: hochschwangmnGemahlin samt de: gan-wol bewohnet. In dem Hertzogthum Cur- tzen Fürst!. Emilie nach Narva gefuhret/ ie-tand sind folgende örter: Die Haupt - stadt doch A. 1660 wiederum reMmim/und von e-Goldingen /die Bischöfliche stadt Vinda /so den diesem General/ der ihn gefangen genom-dann pilken/ ^.tbau/ Erdrvalen/ Anger- men/ zu Riga ldlennsier eingeholet / auffs schloßmünda/ Grübln / Tuczkou/Frauenburg/ logwet/ und möglichst bedienet wurde. Son-Uschwend/Talsen/Candau/ Vurben/ Ha- sten entdeckte er vermittelst der schiffarth in Qu»,senpot und Oendange. Vinda und Libau nea den Fluß Semigall/ und in America diesind die beyden Curtändische see-häfen. In dem Insul Tabago/ eine von den Caraibischen Ey-Hertzogthum Seinigallien hat man insonder- landen/ allwo er eine vestung bauen / und sel-heit folgende örter zu mercken: Mietau/Baus- dige borr Jacob nennen ließ. Jedoch als er/ Dch„^.ke/ voblin/ Selburg/ Radziwiliski/ Ni- obgedachter mästen/ von der Cron Schwedenthau/ pozwole / Luncka/ Oalen/ Schub- hart bedränget wurde/ nahmen die Hollander tut wWding/ pilkall/ Neher / fersten und Sa- bey dieser gelegenheit vorermeldtes korc hin-täte. weg/ und behielten selbiges in würcklichem be-Dessenre- Vormals gehörte das Hertzogthum Cur- sitz; daher der Hertzog nach seinererledigungvÄndmm^ üwd zu Lieffland/ und stunde unter denen Heer- aus der Schwedischen gefangenschafft seine zu-«m. ' meistern des Teutschen Ordens / welcheinsge- flucht zu Carln li König in Engelland nahtn/mein ihre residentz zu Riga hatten. Als aber die Insu! desten prore^on unterwarff/unddie Ritter diese stadt A. 58 aus furcht vor dein sich erklarete / daß er sie lub mulo conceztlo-einfall desMofiowitifihenTyranncn /Johann ms.oder als ein geschencke von der Cron Engel-Bafilowiy/ verlassen musten/nahmen sie land empfangen wolte. Solchemnach ließenzwar alsofort ihre zuflucht zu Kayser Carln v Se. Groß - "Britannische Maj. ein schreibenund riefen denselben um hülffe an. Allein die- an die General - Staaten ergehen / darinnenfir entschuldigte sich mit dem Türcken-krieg/ sie ihnen die geschehene concsaion kund mach-barem er zur filbigen zeit verwickelt war / und te/ und selbige zu abtretung sothaner Insul anÜberlieste ihnen/ sich selbst/ so gut sie konten/ zu den Hertzog von Curland ermahnete; welchesversorgen und zu schützen; daher sich die be- aber wenig eingang fand/ biß zuletzt der Fran-drangten Liefländer in zwey partheyen theile- tzöische Admiral/ Grass von Lrrees, sich dec-ken / davon diejenigen / so jenseits der Düna selben bemächtigte/und dieHolländer austrieb:wohneten/ die Cron Schweden/ die disseits der Jedennoch wolte der König in Franckreich dieDüna befindliche aber den König in Polen/ Insul i'abaZo weder vor sich behalten/ noch fil-Ligismunäum zu ihren Oberherrn bige jemand von seinen unterthanen verleihen/annahmen: und weil es der damaligeHeermei- sondern erklärete sich / daß sie einem solchensier Gotthard Rettler mit dem König in Po- Printzen zugehöre/ welcher niemand beleidig-ten gehalten hatte/ so vergalt es derstlbe da- te. Dahero rüstete der Hertzog von CurlandGotthard vurch/ daß er mit einwilligung der Republic einige schiffe aus/ die Jnjül wiederum in besitzsier Hertzo? Polen/ die beyden Provintzen Kurland und zu nehmen/ worzu ihm Se. Groß - Brttanni-m Curland.Semigallien A. i>6i zu Hertzogthümern sche Maj. A.168O alle benöthigte hülffe ver-machte/ und selbige diesem letztern Heermei- sprach / und zu solchem ende dein Gouverneurster in Liefland/nach dem exempel des Hertzog- zu Larbaäoz schrifftlichen befehl ertheilte; wel-lhums Preussen/ dergestalt erblich übergab/ ches denn den Hertzog veranlastete / einendaß er sie von der Cron Polen zu lehn tra- Gouverneur nach zu finden/und va-gen solte ; worauffdiefir neue Hertzog nicht selbst poss-Mvn zu nehmen/ also daß selbigenur die evangelische religio« annahm/ sondern wiederum an ihren rechtmäßigen Herrn gelan-sich auch mit Herzog Älbrechts des Schö- gete.

nen zu Mecklenburg tochter Anna vermäh- Nachdem höchstgedachter Heryog Jä-tete. ^ cob die regierung angetreten hatte/ vermäh-«.-edrich. ältester söhn H. Friedrich folgte ihm lete er sich mit l.ou?sen ckarlorren/ Churfürst'' ^ ' A. 1587 in der regierung nach/ welcher aber oh- George Wilhelms zu Brandeburg rech-ne leibes-erben mit tode abgieng/ und dannen- rer/mit welcher er vierPrintzen und drey Prin-H.WühM. bero seinen bruder H. Wilhelinen zum nach- ceßinnen erzeugete/ nemlich Herrn Friedrichfotger hatte. Dieser war wegen eines zu Mie- Casimtrn/ Herrn Carl Jacoben / welchertau A. i6iz an Magno Nolda begangenen A.i677verstab/Herrn Ferdinanden/König!.

Mordes von Sigismund lit K.in Polen in Polnischen GenerabFeld-zeugmeister/Herrndie acht gethan/ und seines rechts an Curland Alerandern/ welcher A. 1686 in Chur-Bran-verluftig erkläret/ endlich aber nach achtzehn- deburgischen kriegs-diensten an einer vor Ofenjährigem exilio von seinem bruder bey der Rs- empfangenen Verwundung mit tode abgieng;publique wieder ausgesohner worden/ damit dann Fr. Loupsen Elisabethen/ Landgra-erihm succectuen kunle / wiewohl seine regie- fen Friedrichs zu Hessen-Homburg A.1690ruug gar kurtze zeit währete. Er harte mit sei- verstorbene Gemahlin/ Fr. Charlotten So-ner Gemahlin Sophia/Albrccht Friedrichs phien/ Aebtiffin zu Herford/und Fr. MarienMarggraffcn zu Brandenburg tochter/ Amalien/ Land-graf Carls zu Hessen-Cassel'vIacob. nur einen eintzigen söhn/ tiemlich Jacoben/ge- Gemahlin.

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