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von dem Königreiche Polelt.
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haben sie desto mehr argwöhn/ es werde ihrefreyheit anstoß leiden; daher auch so viel Miß-vergnügen auff denen Seymiken und 8enaru5Conliiiiz zu vermercken gewesen. WannChur-Sachsen und Chur-Brandenburg unter demeoncertvondemErtz-Hause Oesterreichsich anPolen machen wolten/ dörffte es noch eher wasaustragen; allein es lasten die andern Potenta-ten dergleichen so wenig zu/ als auch Preussenmit seiner ssoyaute zufrieden ist/ und einige co!-likon zwischen dem heiligen Reiche DeutscherNarioo und Polen keines Weges zu vermuthen/weil beeder Reiche interesse in vielen/ sonderlichin erhalrung des friedens/ gleich gehen. Die-sen vortheil hat Teutschland und Böhmen vonPolen/ daß es eine vortreffliche Vormauerist gegen der Moscowiter und Türcken einfalleund Verheerungen.
Mit Schweden hat es Polen nicht zu ver-derben / theils in anerinnerung des vorigenkriegs unter König Carl Gustaven/ da es fastums Königreich geschehen war; theils wegender commercien von Dantzig und anderswo/welche auff der Ost-see von Schweden gehin-dert und gar ruimret werden können. Da-hero bey itzigen conjuntturen/ und da der Kö-nig in Schweden mit einer armee das gantzeKönigreich durchzogen und die andern ausPommern auch durch Groß-Polen an sich zie-het/ die Nepublique dennoch biß Mo beden-cken getragen/sich dieses hochbeschwerlichenwercks/ und da das tk?srmm bell, in dem Kö-nigreiche auffgeschlagen wird/ theilhafft zu ma-chen/ und die waffen gegen diesen fremden undunberuffenen gast zu verwenden. Wiewol eslange in dem gegenwartigen zustande nicht ver-bleiben kan.
Auf die Cron Franckreich hat Polen Vor-mahls/ und noch unter des letzt-verstorbenenKönigs regierung starcke rcttcxion gemachet/und würde noch mehrern regs.-a auf selbige neh-men/falls Oesterreich oder Teutschland Polenmit gewalt unter sich zu zwingen trachren wolte;sintemal Franckreich so dann die waffen desReichs am allerersten srressren könte. Wie-wol auch sslchen falls der Türcke/ Tartar/ undMoscowiter nicht leiden würden/ daß Oester-teich gar zu machtig werden solte. Auch istnichtzu leugnen/ daß seither des Printzen vonConti mißlungenem Uessem auf die PolnischeCrone / man sich Franckreich nicht sicher ver-trauen können. Auf Danemarck reäeÄ-retPolen nur in so weit/ wann es wider verhoffenMit Schweden zur rupmr käme / daß es eineverkan in Schonen machen könte. EbenerMassen auch auf Holland und Engettand keinanderer Staat zu machen. Diese drey Po-tentzien aber/ auch Polen in dem 8czm ^onsr-cbico ^nUocrsticc» und seiner eigenen Verfassungzu erhalten/besorger sind/ und mffgeld und schif-fen --Mixen würden/ da es der äußerste noth-stand erforderte/wie es A. 1655 und folgends be-schaffen war.
Was es mit preuffett vorzeiten vor be-schaffenheitgehabt/davon ist in einem besonder«/als dem zehenden stücke dieser zweyten Haupt-Handlung/, anzeige geschehen. Nach vielenzwischen denen Hochmeistern in preustenund derCron Polen geführten blutigen krie-
gen ist es dahin kommen / daß MarggrafAlbrecht zu Brandenburg/ als der leyteHochmeister/ der Cron einen grossen strich lan-des hmgelaffen/welches das Königliche Preus-sen g-mennet wird/ und/ wie oberwehm / beson-dere Verfassung und geeechtsame hat / auch dar-innen diestadt Elbing jamt Danyig die vor-nehmste örter/ deren jene den rühm hat / daß imletzten kriege zwischen Polen und Schweden/dieselbe durch die der Cron Schweden verwei-gerte annehmung der ihr angetragenen Neutra-lität/ zu conlervstion des Königreichs Polendas meiste mit beigetragen habe. Das übri-ge des landes zu Preussen hat damals die quali-tät eines von der Cron lehnbaren Hertzog-thums bekommen/ und ist endlich ein gantz sou-veraines Fürstenthum/auch nun vor zwei) jäh-ren ein Königreich worden.
Jedennoch/ noch einmal an Zlbing zu gedett- Die Gbin.-
ckeu/so wurden Se Cl?urst. Ourchl« zu smye ,ach?.Brandenburg oder itzige Röuigl. lNaj. mpreussen A. 1699 aus folgenden Ursachett .veranlasset/ sich selbiger mit gewaffneter Handzu bemächtigen. Es ist nehmlich zwischenChur-Brandenburg und der Nepublic Polenden9Zepremb. A. 1657 zu lpelau/ wie auchden 6 Novsmb. jtztgedachtes jahres zu Brom-berg ein gewister trattat unter dem nahmen ei-nes ewigen bündnistes auffgmchtet worden/krafft desten Sr. Churfürstl. Durchl. diestadtElbing erstlich als ein würckliches eigenthum/hernach aber als ein Unterpfand biß zur aus-zahlung 4OOOOO thl. eingeräumet werden sol-te. Jedoch als Zsi 1660 der Olivische friedenzwischen beyderseitS streitenden Cronen erftlge-te/wurde gedachte stadt/welche die Schwedenbißher innegehabt hatten/ von den Polen in be-sitz genommen/und die Brandenburgische an-forderung biß au?7 eine andere zeit ausgosttzek.Alldieweil Nun Se. Churfl. Durchl. dieserwc-gen vielfaltige aber vergebliche ansuchang beyder Republic gethan/das ihrige aber nicht län-ger dahinden lassen wolten/so brachten sie diestadt Elbing in obgedachtem jähre 1699 mit ge-walt unter derobotmäßigkeit/ biß den 4l-n>^ril A. 17OO ein gütlicher vergleich getroffenwurde / krafft dessen Chur-Brandenburg dieeroberte stadt wiederum abtrat/ die NepubliePolen aber vor alle und iede anspräche innershalb z Monaten 300000 reichsthaler auszuzah-len sich anheischig machete; inmaffen denn auchzu desto mehrer Versicherung Sr. Churfl.
Durchl. gewisse kostbare kleinodien aus demCron-schatze zu Crakauzum unterpfande einge-händiget wurden/ darunter sich insonderheit diezu anfange des siebzehenden sscul, ^ als die Ver-wirrung mit den falschen vemern,, in Mossauvorgegangen war/ durch die Polen eroberteMossowitische Crone befindet/ und dieses Un-terpfand ist biß Mo noch nicht eingelösst wor-den.
Mit dem Hertzogthttm Cttrlanb hat es^ttdö^folgende bewandm'ß: Nemlich es begreifstdasselbe zugleich Senngallien/und gräntzet ge-gen Norden und Westen an die Ost-see undLiefland/von welchem es der Dünastrom ab-sondert/gegen morgen an das Groß-Hcrtzog-thum Litthauen/und gegen mittag an Scuno-gitim. Seine länge bestehet ungefehr in so
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