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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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311
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Seine grosse freygebigkeit/welche die Nationvor eine unieidentliche Verschwendung hielte /verursachte/daß die Reichs-Stande ein gesetzmachten / welches sie Trammm ^iexgnUrin^unAj».näri- lienneten / tratst dessen sie alle übermäßige be-"""" gnadigungen diejes Königs und die Cron-güterwieder einzogen und vernichtigten.

Dessen Nachfolger war H. Sigismund l.K.Casimirs IV vierdter Herr söhn / einer dergrossen Helden seiner zeit : Denn RapserCarl V, R .Frany l in Frankreich und dieserPolnische König geben ein so rares kleeblatheroischer engend /dergleichen nicht alle le-cula zeigen können. Er hatte solche stärcke derglieder/ daß er huf-eisen mit den Händen brechenund schiff-seile wie bindfaden zerreissn konte.In welcher krafft er einen würdigen Luccesso-ren an der itzo regierenden Königlichen Maje-stät gefunden / die auch von einer ungemeinenfor^e des leibes sind. Dessen erste sorge war/der Cron intraden zur vorigen conilttentz undergiebigkeit zu bringen/damit er hernach zu de-nen vorhabenden kriegen desto mehrkräffte hat-te. Der Mofcowitische Czaar tt-itivu5 brachte^,rrZiloo^Ql!AlF.ttthauenzurrevc>ire. Aberfast die bloße autoritär des Königs stillere dierebellen/ und jagte die Moscowiter in die flucht.Die in Roth -Rußland eingefallene U)aUa-chen schlug und verjagte er jenseit des Dnie-sters; siegete durch seinen braven Lenersl d^»-colaum Lsmioiecium über die Cattattt in Po-dolien/ und fielen vom barbarischen feinde bey2soc>O mann. Hierauf griff kslNiuz, derGroß-Fürst in Moscau/Smolensko an/underoberte es durch verrätherey / verlohr aber inderschlacht bey <l)rszha 42000 mann / ohne2OO0 gefangene / und ohne die/ welche im mo-rastund indemfluße Cropuina ersoffen; wo-GMensko durch Smolensko wieder an Polen gelangete,kömmt wie-Es hatten die bisherigen Hochmeister die hul-kkMolen.hjgung geweigert/ und sich auch durch den jabelnicht darzu nöchigen lassen wollen; alldieweilaber dieser König darzu nicht stille schweigenkonte/ Marggraf Albrecht zu Brandenburg/seiner schwester sohn/aber sich auf seines Chur-hausesundder Teutschen Fürsten/ bevorab desKaysers beystand verlassend auch zum degengriffe/ gienge der krieg in Preußen an/ dessenausgang war dieser / daß der König nach vielemblutvergiessen mit besagtem Hochmeister einensolchen accord beschlossen / krafft dessen diegeistliche würde aufhören / und der Marg«

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gogthum/von derCron zu lehn tragen sol-te. Hierdurch wurden nicht nur die durch soviel leculs durch gewährte blutige irrungen zugründe abgethan/sondern es brachte es der he-roische König auch dahin/daß der Heermeisterin Liefland/ zu erlangung eines nachdrückli-chen beystandes wider die Moscowitische macht/sich auch anders anschicken / und gegen die Cronsublimeren muste; wie denn einige jähre her-nach/ jedoch nach des Königs absterben/ der letz-te Heermeister /Gotthard Bettler /diese Pro-vintz mit Polen conj -n^et / und dargegen die«V" Hertzogthümer Curland und Senngallen zum Smi, lehn empfangen hat. Das HeryogthumMasovien kam durch heimfall auch an die

Crone. Mit denen N)atlachen wurde aber-mal glücklich gestritten/und starb daraufder un-vergleichliche König A. i>48/nach sich verlassen- K.Slgmu»dde seinen Herrn söhn / König Sigmund Au-^WW'gustum / welchem/wie erwehnet/dergroste theilLieflandes übergeben / dadurch aber auch derkrieg mit Mosc>nt wieder aufgeblastn/ undmit vielem blutvergiessen lange jähre hindurchfortgesttzet worden. Es sind aber zwo Haupt-schlachten denMoscowitern A.is64 5-^ «gewe-sen / da in der ersten 30000 samt dem Czaarselbst/und in der andern 8^00 Russen erschla-gen worden. Unter diesem Könige hat die Lu-therische undReformirte religion inPolen wur-tzelgefasset; inmassenerihr glaubens-bekänt-niß und predigten selbst gerne anhörete. Erkam erst A. 1547 in Polen/und wurde ziemlichprächtig gekrönet. Einslnals hatte MarggrafAlbrecht diesen König nach Königsberg zu gastegeladen ; Beym einzuge aber löseten die con-stabler ihre stücke so unvorsichtig/daß die kugelnum den hohen gast herum sauseten / und seinwaffen'trager/ den kopff ver-

lohr/ so^gar daß das gehirn den König beschmitz-te.^ So ferne auch sein pferd nicht gewichen/ sowäre er sonder zweiffel selbst erschossen worden/welches unglück ihm sein Hof-KkatKemsticus ko-X.U5 vorher gesaget.

Mit ihm ist der gantze Iageltonische w. ^ch ut>-manns> stamm A. 1572 ausgegangen. Obnun wol aus dem alten Piastischen Königl. ge-Mmmes m.schlechte noch etliche Fürsten in Schlesien / als nenABum.dle Hertzogen zu ^tgmy und Nrieg/wie auchdie Heryoge zu Teschen vorhanden waren/wolten dle Polen doch keinen pia stum sich .regieren lassen / sondern erweichen einen frem-den/ nemlich den l)ucä> /^njou aus Franckreich/

Herrn Hetnrichen/R.Carls IX in Franckreichbruder/und R.Henrichs Ii sohn /mit welchemdie fünfftc Dynastie der Könige in Polen/ um D«e ftwsjr^'besserer ordnung willen/angefangen wird. Alsaber dieser neue König kaum vier monate dieregierung/ so zu reden/ gekostet/ und sich eben zu-trug / daß durch absterben itzt hächstgedachtenseines Herrn bruders die Cron Franckreich ih-me anfiel / gieng er/ unerwartet der Stände Der neueconlens und bewilligung/ bey nacht und nebel Koni!) eittaus Rrakau/ durch das nahe am schloß - thore^Ä A-angelegenezimme?/dessen mauer er unvennerck- »"greich.ter weise durchbrechen lassen/ in geheim fort/und Bansu!""durch Oesterreich über Venedig nachFranckreich: Worüber die Nation nicht we-nig <l»Auliiret wurde.

Hieraufhaben theils Polacken Kayser Ma-ximilian Zi.theils aber / unter favor des Feld-herrn Christoph Bathori/ und der Cron-armee/dessen bruder /den Nlopwoden in Sie-benbürgen / Stephan Bathori cle 8c»mlio,erwehletz dieser kam jenem zuvor/ befestigte 'seinen Kllar durch die Vermählung mit der Prin-ceßin Annen/ König Sigmunds Augusti fr.schwester/einer Dame von 60 jähren/ brachtediestadt Danytg / UNd den Stanizjaum c?2arn-kcivvsky, so es mit ^ximiliZliQ hielten/zur schul-diakeit/ trieb den kZsiiowjr? aus

Tiefland / nähme ihm einige conquesten wie-der/und machte endlich frieden / vermöge dessenFaefland / Ploykound das NAlisensischegebiete an Polen zurück kamen. Was dieser

preiß-