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hen sollen. Sein alterer söhn Hertzog Rra-kus II lucceäirte ihm/ muste aber dem ehrgeitzseines jüngern bruders/ Hertzog Dechens il,weichen/ und sich aufder jagd einen sang gebenlassen / davon er bald hernach todes verführe.Der bruder-mord wurde anfangs ziemlich be-mäntelt/nach offenbarter that aber mit Vertrei-bung des mörders vom throne gestrafft / und2Mba.!> stM seiner A.ysO dessen schwester U)enda/wel-che nach tapfferer Überwindung ihres unanstän-digen freyers/ nahmens Rüriger/der ein Teut-scher Fürst war / aus aberglauben sich in dieWeichsel gestürtzet/sonst aber dem Staat löbl.fürgestanden hat/erwehlet.
Mische Nach ihrem tode/ wormit zugleich des Kra-,Ä? ko geschlecht untergieng/sind abermal zwölffMoc»«e. Woywoden zum regiment gezogen worden/biß endlich zu Vermeidung vormals verspürterinconveniemien / indem durä) ihre UneinigkeitMicheiW Ungarn und Mahren anlaß nahmen in?nnÄr Polen einzufallen / ein goldschmied / nahmens«?lÄüs Premislaus / dessen großmüthigkeit und an-MLM i. sehnliche leibes-gestalt/benebens einem schlauenverstände/ was besonders mel-mret/ zum Re-genten vorgeschlagen worden. Denn ermachte sich durch eine sonderbare krieges-list/wormit er die Mahren/ als damalige feinde desStaats/ verführet und geschlagen / ums gemei-ne wesen wohl verdient/und bestünde selbige infolgenden umstanden: Als die Polen wider dieUngarn und Mahren zu felde lagen/ ließ diesergoldschmied eine grosie anzahl Helme von baum-rinde verfertigen/bestrich selbige mit queck-silberund gälte/ und hieng sie bey nacht - zeit am endeeines waldes an kleine aste. Als nun die fein-de folgenden morgens diese durch die sonne er-leuchteten blinckenden Helme erblicketen/giengensie/ in meynung/ es seye die Polnische armee/ge-rade darauf loß / da immittelst die hinter denbäumen versteckte Polen die Helme unvermerekthinweg nahmen / welches jene vor eine furchtsa-me ren^ae hielten / und dannenhero um so vieldesto hitziger draufloßgiengen; aber auch/als siesichln den wald wagten / von den Polen umrin-get und geschlagen wurden. Man nennete die-sen goldschmied l. Als er aber etwa A.804 ohne leibes-erben verstorben/ hat man eineungewöhnliche wahl-nrt zur Hand genom-men / nemlich ein wett - rennen zu pferde. Eswar aber einer unter den Lompenrorn/ nah-mens !>scu,, so listig/ daß er bey nacht - zeit vor-her aufdem renn-platz vor Krackau viele spitzi-ge fuß-angeln in die erde versencket/ und oben-hin mit sande überstreuet/ vor sich aber einen et-was krummen und umschweiffigen weg ausge-mercket/ daraufser ohn anstoß zum renn-zielekommen können. Die übrigen pferde/ so un-beschlagen waren/haben sich bald verletzet undzu hincken angefangen / wodurch man auf diegedancken gerieth/ ihn zum Regenten zu erweh-len. Jedoch ein armer bauer eröffnete den be-trug/ und verursachte hierdurch/daß der ehrgei-hige betrieger aufder stelle mit pferden zerrissenwurde/von welcher begebenheit der Polen ge-wohnheit/die stiefeln mit kleinen eisen zu be-schlagen/entsprungen seyn soll.
Weil nun itztgedachter bauer/ nachdem diepferde der andern renner unterwegens geläh-met worden/durch einen umweg/ die fuß-an-Zwexte Haupt -Handlung.
geln zu vermeiden / wiewol zu fuß/ unmittelbarnach dem betrieger an das ziel gelangete/ so hiel-ten die Polen davor/ es seye ihnen selbiger zumFürsten bestimmet/und erwehlten ihnA.776nebstertheilung des nahmens^esc, i!,woraufLescus oderer zurstetswäbrenden erinnerung seiner gerin-gen ankunfft jährlich einmal/an statt der Fürstl.pracht/sich in bauer-kleidern sehen ließ/darinnenihm alle seine bedienten nachsolgeten.
Diesem löbl. Regenten folgte sein Herr söhn Lescus m.l.e5cu5 Hl, welcher Kayser Carln den Grossenmit einer nacher Anken spedirten ansehnlichenGesandschafft und geschencken beehrete. Ihmefolgte sein ungerathener söhn/ Fürst po^jelusi/^uLi,A.81O/ welcher wenig denckwürdiges ausserseiner wollusts-übung verrichtet/auch daß er ausfurcht vor den Russen seine residentz von Kra-ckau nach Gnesen/ und von dar nach Cruswizverlegte. Sonsten ist er nur daher beruften /daß er stets zum sprichwort geführet: Daß WMdich die inause frassen. Welcher fluch abersen gesressm.an ihme nicht/sondern an seinem unartigen söh-ne gleiches nahmens erfüllet worden seyn soll.
Denn nachdem er / auf anstiffren seiner Ge-mahlin/ seines Herrn Vaters brüder mit giffthingerichtet/ sollen aus denen vergiffteten in denpful Goplum geworffenen cörpern viel mäuseerwachsen seyn/ welche FürstPop.elum li A.
82z oder 8zc> mit seinem weibe/und söhnen / Be-chen und Popiein/gefressen / und welche seltsa-me begebenheit verursachet haben soll/ daß diePolen niemand mehr von Popiels anverwand-schafft erwehlet.
Also endet sich allhier die erste Vpnastie Die andereund classe der Regenten /^ und wird nach einem DaNwstdneunzehnjährigen Unglückseligen Incerreßnoausememvon den Polen ein einfältiger frommer einwoh- AA.ner von Crußwiz / piasrus genannt/ erwehlet/welchen einige vor einen rademacher ausgeben;andere aber erzehlen/ daß er vom acker - und ho-nig-bau gelebet/ und können beyderley meynun-gen wol bey einander stehen. Er recvmmen- 'ciirte sich mit seinem biedermännischen lebendarmit sonderlich/daß er denen in feinem dorffeder wähl halber versammleten Ständen mitseinem vorrath an victualien/die wegen mengedes volcks enge zusammen giengen/eine ziemlichezeit umsonst und ohne entgeld also zu stattenkommen/daß es mit seiner speiß-kammer fast zu-gangen / wie mit dem kruge der wittben zu Sa-repta/ also daß sich jederman darüber verwun-dert/ und diesen brod - Vater zum landes -vatergewünfchet ; inmassen ihn denn auch dieStände zum Regenten erkohren. Dessen an-dencken erhält das bildniß oder llatua an demschloß - thore zu Krakau. Von ihme stam-men viel folgende Fürsten und Könige/ wieauch dieHertzogezu Liegmy und Vrieg ab/deren letzterer Hertzog/ Georg Wilhelm/ A.
1675 seinen stamm geendiget/nachdem derselbeüber acht hundert und viertzig jähr gedauret.
Er führte zu Gnesen/wohin er aus abscheu vorder zu Crußwiy mit Popielo 11 vorgegange-nen begebenheit die residentz verlegte/in die 2sjähre ein löbliches und dem gemeinen wesen sehrersprießliches regiment/und starb dieserErtz-vater A.86i/und zwar/nach der gemeinen mey-nung/ mit 12O jähren. Worbey denn zu mer-cken/daß hernach zu seinem andencken/ so offtO. q ein
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