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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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266
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DesEuropaisihen Herolds zweyte Haupt-Handlung

ftind zurück halten kam Bauet aber der frostdemselben die brücken/ welches doch selten mitder hefftigkeit und gewalt geschiehet/ daß sicheine armee mit bagage/ artillerie und zugehördarüber wagen darff/ so wüsten die gräntz-örterynd vestungen das beste thun. Die Schwe-den Haben vormals darinn den besondern vor-thei! gehabt/daß sie die pastage durch Holsteinnehmen / und ins Marek des Königreichs ein-dringen können; zumal da sie den vortrefflichenpaßFriedrichs-Öede/ welcher den zugang zuallen angelegenen landern und Jnsulen eröffnet/bemächtiget gehabt. Denn die Nordischevölcker haben es zumal von alters her imbrauch/daß sie einander zur see im sommer/und des winters zu lande bekriegen. Zndem kriege 6e ^nn<? 167s haben die HerrenSchweden dieses vortheils sich nicht gebrauchenkönnen / dieweil der König in Danemarck sichPorher par raison cle (Zverre der vestungen desHertzogszu Holstein-Gottorff versichert/ unddie armee in Pommern und Bremen gnug zuthun hattezalso konte Danemarck die gantze mi-litz zu lande gegen Schonen anrücken/ und derfeindlichen macht allhier das Haupt bieten lassen.Coppenhagen ist auch wohl befestiget/und hatden furiosesten anfallen der Schweden nicht ge-wichen. Das zeughauß allda kan vor einesder berühmtesten in Europa paßiren. Dieneue vestung Chnstiansburg/ welche mit son-derbaren privilegien/deren cliploma im Xll chei-le des ibcarr.Lurop.zu lesen/versehen ist/ hat dieletztverstorbene Kön. Mai. zum erbauer. InHolstein sind Rrempe / Rensburg / welchesitzo wegen der ljruation und fortilioarion der besteort ist. Glucksiadt/ und andere mehr feinehaltbare platze/können nicht nur dieseProvintz/sondern auch Zütland etlicher Massen verwah-ren. Oldensschlo wolte Ihre Mai. der letztab-gelcbte König mit korriticalion versehen / die ho-hen nachbarn hinderten es aber. Was denSund anlanget/so hat man vor diesem geglau-bet/ daß die beyden castelleHelsingör und Rro-uenburg mit ihren canonen die passige derschiffe hindern könten; allein der ausgang leh-rete/ daß die Schweden A. i6s8 dem AdmiralOpdam solches nicht wehren konten/ da diestückjchüsse nicht biß zur mittel-straffe reichenwolten/die da accuratgehalten wurde. AömgFriedrichs >ll, glorwürdigsten andenckens/tand-militz bestünde A. 16)8 aufiOOooreutern/11800 fuß-knechten/ohne die garnisoncn/ deren. anzahl auch aufizooO anlieffen. Unter demletztverstorbenen Könige aber ist Danemarck zuwasser und lande machtiger gewesen/ als beyseinen vorfahren/ welche mit solchen armeen undfiotten nicht heraus rücken können: denn es hatsichdero gesamte militz/ die gardes und land-volck/auch die reserve mitgerechnet/in denen Kö-nigreichen undProvintzien auf die z6 biß 40000nmnn erstrecket. Wiewol auch nicht zu leug-nen/ daß man auf veranlassung einiger Fran-tzöischcn Generals-personen fast mehr votck un-terhalten/als die lander lange tragen / und da-mit aushatten können. Dahero man auch wie-der auf die reciuKlvv verfallen. Genug daßaufm nothstand eine ziemliche grosse macht auf-zubringen/ und allezeit zur hülste anderer Po-tentaten noch ein und das andere corpo ausser-

halb landes gehen kan. Zu ansang der itzigenKöniglichen regierung soll die gantze krieges-macht aufregimentern zu fuß/ 14 regi-mentern zu pserde/und s regimentern drn^gonern bestanden styn.

Dte macht zur see beruhet auf za biß Z4schiffen/daraus bey nahe 2000 canonen/und et-wa izc>Oo menschen mehr und weniger befind-lich seynd/ welche flotte sich aber nicht allzuweitverläuffet; gestalt denn die Danen selbst ebennicht die besten see-leute sind / wol aber die Nor-weger/deren eine grosse anzahl auch denHollän-dern dienet und sich peckeÄioniret.

Die wichtigste prTrenlion . so Danemarckbißher gehabt / ist der anspruch auf die lehn/ 'bckrkeit des Hergogthums Schleßwlg vonwelchem sehr norsblen neAvtl» unter einein be-sondern titul Nachricht zu finden. HiernechstszrXrenäiret der König/ als Heryog zu Hol-stein/aufdiestadt Hamburg und darzu gehö--rige landereyen. Der grund dieses anjpruchsist/daß die stadt im Holsteinischen r^rieorio ge-legen/und zu teistung der Huldigung und eydesder treue verbunden sey. Es hat zwar derKayserl.sit'cal amts halber darwider einigeEin-wendung gethan/auä) A.i6i8vomkammer-ge-richte ein urtheil erhalten/kraffc dessn oer stadtdie Reichs-imme<äi('tat ln pols-Nono zuerkantworden: Dennoch ist die jache durch die rcvj.lion wiederum in vorigen stand gelanget/ undhat sich die stadt A. 1621 durch den S teinbur«gtschen vertrag zur alten erbhuldigung anhei-schig gemacht. Welcher aber nach der Handvom Kays kercknanM)IILZ listet worden; Da-hero dieHamburger diesem und andern punctenwol zu begegnen wiflen/ob sie wol »ezuweilen et-was schwitzen/und sehr v-Aii>ren müssen / daß sieihre schantze nicht versehen. A. 1679 verglichensie sich / vermittelst eines zu Pinneberg aufge-richtetenJnterims-receffes/mitdemKönjge/undgaben pro VLXZ22OOO0 rthl. binnen

zwey jähren zu bezahlenzda hingegen der ^ ma-gia!-punct biß zu fernerer erörterung auögejetzetbleiben solte. Daß sie aber daher ihre völligelecurttat nicht erlanget/ solches hat der ausgangerwiesen/ indem die Cron Danemarck diesenort nach der zeit A. 1686 nochmals / wiewol ver-gebens/ durch annaherung is biß 16OQO mannzur Huldigung nöthigen wollen. Und wurdeder daher erhoben/ die stadt hätte sichzur erledigung des Huldigungs-puncts nicht ge-bührend angeschicket/ mit benachbarten/die mitI. K. Maj. mißHelligkeit hätten/colSuMm/ ih-nen Vorschub gethan / wäre undanckbar gegendie rettung aus zugestoßenen nöthen/ hätte dieKöniglichen unterthanen Z^v.rt/w. Es woltezwarconsett-ret werden/ daß das vorhabendemilitärische relstmimew nicht dahin gienge/sichder stadt herrsch rfftlich zu bemächtigen / nochselbige vom Reiche abzuziehen / oder das Elbe-commercium in schaden zu setzen/ u.s. m. AlleinIhre Kayserl. Maj. Chur - Brandenburg/Schweden und Lüneburg hatten andere conti-cierarion darüber/und ergiengen daher manciacaint>ibirok-ia Lc avocarciria , nuch ttettostarion-schreiben/ Jhr.Hochfürstf. Durchl. zu Zelle alsKreyß-Oberster und nechstbenachbartcr Fürstliessen sunt Chur - Brandenburg eine starckeGarnison in die stadt legen / und lecunttirtensie

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