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Inseln ^bc» Vercle, Angola / und 5zn ^'Kom35.Dann folgen die Ery- Vtschöfse zu Bragaund Evora/ von welchen der erste dem Ertz-Bischofsvon Toledo das Primat von Spanien«Kljiurirlich machet/ sonsten dieBischöffe zu Por-to/ !a LuÄrcti,, V-seo, l^Ämeßo UNd ^liranäa unter
sich hat; der letztere aber nur denen Bischöffenzuksro o^er Z^ves in Algawien / und dem MTanger in der Barbarei) zu befehlen hat.
In Ost - 'Indien hat Portugal! zu Goaauch einen Ertz-Bischoff/ welcher dqs prseclicateines Patriarchen in Indien führtt/ und ehe-mahlS seine jun5äiAioa über die Bischöffe zu
(Üocjzin, tvleüapcir, kv5a!i»cca,^lsc30, dZunAs^acki
LnJavan/und zu^rsoganor hat sich erstrecket.JnBrasilien ist der Ery-Bischoff zu SanSal-vador/welchem die Bischöffe zu olinäa^e ?er-N2mbuco,8^n8ebManäe R.i0 äs Janeiro , und8an l^uig c!e ei ^laraban untergeben sind. Essind fast an keinem orte mehr Jesuiter -emleAisoder residenzien/ wie sie itzo heiffen sollen / als inPortugal!. Man nennet sie allda Apostel /wegen der in dem Indien glücklich getriebenenreligions-pflantzung. Den Orden der mün-che IEsu Christi soll man an keinem orte/ alsallhier/antreffen. Jndesten belauffen sich dieeinkün ffte der Clerisey im Königreich so hoch/alsdes Königs selbsten/ und unter die vornehmstenGeistlichen ist auch derLsversl-i^uckror zu rech-nen.
Die Ritterlichen Orden in Portugal!
sind:
Mer-'Or- I Der Orden von Kvi5 oder ^vMorum,wel-
wbikftlbst.^^. voui Könige /Ukonlo i A. 1147 wider dieMohren gestifftet/und in die stadt Ebora/ dahe-ro sie auch anfangs den nahmen von k-ma ^2-ria a'Lvora gefübret/gesetzt worden. Sie folgender regul5. kenecliäN. führen ein grünes creutz/und hat sie Pabst Alexander vi A. 1496 vondemgelübde der keuschheit sbsolviret/ also daßsie^ilvü arcline Heyrathen möchten/welches aberKönig Philipp li in Spanien hernach wiederaufgehoben / und bestehet dieser Orden aus 4ZCommenthureyen. Der Zlugel-Orden/wel-cher ebenfalls vom ^!fc»:cko 1 zu ehren des heil.Michaels/ dessen hülste er in der Macht beyOuriizue angeruffen/ gestifftet worden / ist unterseiner Nachfolger regierung gantz ausgegan-
gen. ^ .
2 Die Ritter Christi sind ums jähr Chri-sti izi8 von DMnylio, Alfonst Ii! sohne/einge-führet/ lind A. 1Z2O vom Pabste mit 5t.Leneclieiiregul versehen worden. Dieses geschähe nachausrottung der tempel-herren/ deren guter sienoch biß auf diese stunde im besitz haben. Ihrreichthum ist sehr groß und beträchtlich/denn sie- haben 454 Commenthureyen. Führen ein dop-pelt creutz / auswendig roth und innwendigweiß. Ihre kleidung ist schwach. DerGroßmeister ist heut zu tage der Rönig sei.der / hat seine residentz zu Tomar. Und istdieser Orden so furnehm und mächtig / daß alle
conquesten ausserhalb.Königreichs von ih«
me äepenckrcn. Dieursache dieser hohen cli-xmtät und reichthums war vorzeiten/ daß manden Adel zu tapffern thaten wider die Mohrenund ungläubigen smmiren möchte.
z Die Rttter 8. ^okanmz, welche 59 Com-menthureyen und2Balleyen haben.
Kwexre Haupt-Handlung.
4 Die Ritter S. Jacobs/ deren einkünff-te sich jedes jähr auf eine Million Cronen be-läufft/ führen ein roth creutz. Ihren ansangsollensieA.iZ2O unter Vorschub einiger Lsnom-corum keAularium , welche die nach 8r.
6e Lompottella wallfahrtende Pilgrame widerder Saracenen unfug beschützet wissen wolten/genommen haben. Diese Ritterlichen Or-dens-verwandte und glieder dörffen/ausser denJohannitern/ sich nicht beweiben/ und haben 6c>sehr austrägliche Commenthureyen.
Uber alle diese Orden ist der KönigGroßmei-ster / und hat alle derselben Commenthureyennach seinem gefallen zu vergebenzwie nicht we-niger auch die jenigen Commenthureyen im Kö-nigreich / welche den Rittern von Malta zuge-höremderen vornehmste Priorey/ nemlich die zuOaro, welche vor die reichste der gantzenwelt gehalten wird/voritzo/ wie oben gedacht/dem zweytenKönigl.Printzen/vonkl-2ncelcv,zu-stehet.
Die berühmtesten Universitäten in Portu- uuiverM-gall sind Coimbra/ deren Stiffter ist KönigJohann lV. Sodann ^.isbona und Evora/welche nicht weniger in gantz Europa beruffensind.
Eine halbe meile von Lisabon ist der berühm-te fleckcn Netleem, insgemein Lelem genannt/allws in der St. Marien-kirche die Königl.begräbnisse in drey absonderliche capellen einge-theilet zu befinden.
Die ansprüche der Cron Portugal! bestehen AHM«
i)aufder küste^uiaes, welche dieselbe unter der Py^M.regierung K. Emanuels erobert/ selbiger abernachgehends durch die schiffahrten der Hollän-der/Engelländer und Dänen wiederum verlu-stig gemachet worden.
2) Hat sie einen anspruch aufdie Insul Or-mus/welche ebenfalls unter itzt-gedachtem Kö-nig Emanuel A.isOZ durch die tapfferkeit desHertzogs von ^lbuguergus an Portugal! gelan-gete. Jedoch der Engelländer Mißgunst brach-te es dahin / daß Ormus A. 162O von den Per-sianern erobert und conguenret wurde; wie-wohl die Portugiesen dennoch biß itzo starckeHandlung dahin treiben.
z) Auf Lieste in Arabia/welches dieArabereingenommen.
4) Ailf die an der ^snguebarischen küste lie-gende stadt ^IonbÄ?z, welche A.lsOs voncilco ä'/zlmeiäs erobert/ A. 17OO aber durch dieMohren vermittelst einer langwierigen belage-rung eingenommen wurde.
s) AufLaoznor und andere örter an derMa--labarischen küste / aus welchen die Portugiesendurch die Holländer vertrieben worden.
6) Aus etliche örter der Insul e^lon, unddie unweit davon gelegene Insul Klsnaar, wel-che ihr die Holländer A. 1658 abgenom-men.
7) Auf die halb - Insul Klslscca nn König-reich Slam, welche obgedachter Hertzog von /U-buquerquy A. tsll conqueti'ret / nachmahlsaber A.1641 von den Holländern besetzet wor-den.
Das Staats - interelle suchet diese Crone ^A^iH1) in dem respect gegen den Römischen Hof;inmass'n man denn mit gründe der Wahrheit sa-gen kan/daß in keinem Königreiche und StaateR die