von dem Königreiche Portugal!.
-59
'
5' 7/"7K) ^.. - .-'.
. .
^ '' U»^ "-'D-
' . " ^ -' ... '''^
U
7^s . ^
^ ü^KichM Ul.- - »rM^ U" '- --'^Mch l
" SVW.'.ßchjj 7
k«t cme geistiichc pcrsön vorzuschlagen/ oder das werden/ daß selbige sich wieder meister von die-
jus kg°w.a-nck stehet bey den »pirMsren: Wie- sir Cron und landen mache. Vor ^ranckrcick
wolvoreimgen ,ahrcn cssichhiemit dahinge- hat sie sich nicht zu befürchten: denn ob zwar wol
atchert / daß durch vcrnnttelung des Cardinals die macht zur see seither hoch gestiegen und sehr
ä'Llircc der reglerende Prmtz bey demRömi- kormici^bel worden / so wird sich doch selbige
schen Hose die gnad e erhalten/ von allen Bistthü- Cron nicht an Portugal! ohne noth reiben / auch
mern m diesem Kontgreiche den dritten theii der haben die Frantzosen ihre Handlung in Oft - und
Pensionen alt seme sckcÄiomtte eigenem West-Indien dahin noch nicht eingerichtet/daß
gefallen zu verleihen. Welche die mvechmr sie die alten kunten vertreiben tönten. Hol«
und conUrmattsn hernach vom Pabftlichen landaber ist am wenigsten zu trauen: denn es
stuhle erwarten müssen. hat allein die macht/ den ress der Ost-Indi-
MßderKö, Allgemeinegeseyeund ordnungen in allen schen gewerbe/ zumahl in ckias und auf der
nigl.NM- das Reich und dessen Stande und unterthanen Malabarischen Lüste/an sich zu ziehen/welches
coacernirenden fachen darss ein Rönig ohne aber Engelland gleichwol auf alle weife und we-
miteinwilligung des volcks nicht aufrich- ge zu verhindern trachten wird,ten noch einführen / und also nicht verändernund abschaffen.
Das kriegs-undfriedens-recht/ darzu diegewalt bündnisse mit fremden Potentaten auf-zurichten/ ingleichen das recht der Gesandschaff-ten/übet der König auch nicht anders/ als wann
Die einkünffte des Röniges sind vorzei-Emkunffteten auf sechzig tonnen goldes gerechnet
worden / ohne wa^aus Indien jahrlich ein-kömmt. Wie denn von erfahrnen leuten ge-
Interesseder Cron.
....
' !»!^" . F.'":"
- 7 --Ä-K
meldet wird / daß der König allein von der hau-
dieStände mit cinstimm-n. Solche b-schaf-
fenhett hat es auch/wie oel elt^ obeiz gedacht/mtt ^hen / daß die jahrlichen emkünffe sich auf ein
den anlagen/schop und fchatzung. Wlrd hohes erstreckten ; inmaffn denn dieselbigen
nun darmli eigenwillig gehandeit/uiiddlewaa- voneinigen auf zwey Millionen Spanischerem sonderltch consumnvm. mtt neuerlichen <>n / oder ein und zwanyig Millionen
zollen beschweret/ so erugiien sich bald revolren ^rantzöischepfund gerechnet werden. Wie-
und aufruhre/welche den zoll-elniiehmern offer^ wol wegen der unermäßlichen ausgaben doch
denhasbrechen/ medteexempelvonivetilgen iusgemein wenig ersparet wird. Rönig Io-
bezeugen.^ Andere befugntff. der ^nn iv hatte die schweren kriege mit Spanien
Majestät hat der Aomg allem zu exer- und Holland inn-und ausserhalb Europa aufm
^D-r Smars-..uym diestsKönigreich« be- Am sA
ruhet hauptsachach darauf/ daß es/ so viel mog- baarem gelde hinterlassen können,
ltch/ dle aiksirez und cooiunökuren bey andernPotentaten dahin einrichte/und verschaffe/ da- Die zolle und accisen seynd in Portugal!
mit die Cron Spanien ausserhalb seines Reichs überaus hoch gejetzet / indem von den meisten
krieg zu führen habe. Ferner ist zu verhüten/ fremden waaren biß auf-z vom hundert entrich-
daß die Holl - und Engellander zur see nicht tet werden muß/ nemlich 20 vor den ordentlichen
gar zu mächtig werden : Denn anders blei- zoll und accise/ z aber vor ein gewisses recht/wel-
ben die Portugiesen weder in ihrem Reiche / ches die Portugiesen consulaclo nennen; und die-
noch in den Indianischen gewerbcn ohne unru- ser letztere impolt wird theils zur erbauung der
he. Hiernechst hat Portugal!.diesen vortheil schiffe/theils zu derostlben Provision angewandt,
zu behalten / daß ihre eigene schiffahrten in Von jedem pfund fleisch/ so zu marcktegetra-
Commer^ flor bleiben; denn durch diese und die commer- gen wird/müssen 7 reis , und vor ein canscig oder
cim das vor-clen hat sich diese Nation in den vier theilen der z maaß wein eben sv viel accise entrichtet wer-
kimcPder weltansehnlich/undvielKönigeundgrosseHer- den. Von frischen fischen gibt man eine sehr
N«tivn. reu ihnen tributbar gemacht / auch die raresten hohe accise / nemlich 47 vom hundert. Wenn
und köstlichsten I'rati-^uen des gantzen Orients aber unbewegliche guter^ wie auch allerhand
gegen Europa erworben. Vor krieg muß sich Vieh/ oder es sey fast was es wolle / verkauftet
der König solchemnach desto mehr hüten / weil wird/ so gehöret dem König io vom hundert des
dieplätzemitbesatzungverfthenwerden müssen/ kauff-geldes / worvonauchsogardieClerifty
unddarnebenauchzuftldearmeenerfodertwer- nichtbefreyetist. Sohatauch derKönigdas
den/ welches die Handlung sehr hindert. Vor- monopolwm des schnupff-tobacks; dergestalt/
erwehnte auf moaopoNs zielende commercien daß es in Portugal! fast so hart bestraffetwird/
«5^'- ..'7^ -7'Off'-
V"' .M' z''
acrinqste ursiiche der r-vol-- von Spanien/ daß der Handlung anö den fremden Colonien / zumdie Cathoüsche Majestät auck andern Natio- exempel die elephanlen-zahne aus Astica / Bra-uen erlaubt/ in Indien zu handeln/ und die Por- siiicn-holtz u.d.M. zu gcschweigen dcrgrossen im-Mgicftn A- i6zs noch mit einem sonderbaren tri- Posten aus den zucker. Dieses aber ist etwasbur/ welcher inittels fünff von Hunderten aller- seltsames/daß die Könige in Portugal! den ad-le» einkommens und kauffmannschafft erleget laß vcrkauffen/und die einkünffte darvon in ihrewerdennmste/beschwcrcl hatte.. . ^ schatz-kammcr ziehen. Der erste/
Darinn bestehet auch eine nukliche Staats- ä)es that/war K. Phtlipp n, als welcher A. iszr
m-xim-vorPortugall/ daß«ngelland und vomPabstLr-g°ri°X!VhierübergcwisscbulIen
^ranckreich dessen parrhic ivider die Cron empficng/welches die folgende Könige allesamt
Spanien halten/ und nimmermehr zugeben beständig forlgesch«.
Die