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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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von dem Königreiche Spanien. 87

Aymgimjen mitgetPeiler. Diese aussge- Unter denen coMtionen dieses Vergleichshende sonne spielte mit einem solchen glantze/ war/ daß der Erb-Prmtz Carl/ so lange alsdaß K.Ferdinand verblendet und jaloux wur- die ftau mutter lebte / sich des König!, titulsJalousie zwi- de; denn er argwohnete/ es möchte der stadt- enthalten / und vor erlangtem 2s jähr seines al-Mvstmem Walter zu lIupoli / der von Cordua/ dem phi- ters die aämMMrution der lande nicht haben/hn.eydM/ lippo d:e,es Konlgreich zuwenden. Noch sich mit 200020 dueaten äepM3t begnügen;NN gäbe es/ als die Köm- Ferdinandus hergegen die in Italien verlohr-ochmeich. gilt Imbeu^<l. 1504 todes verfahren / und ne Provintzienwieder erobern helffett/ und dem'die <5nfantln Johanna das Königreich Casti- Kaystr 50000 dueaten zahlen solte. A. 1512lien um so viel mehr p^Mirte/ als sie ftmt bemächtigte sich Spanien sunt dem König injhrem gemahl schon vor zwey jähren zur Jnfan- Engelland des Königreichs Navarren durchtin vonSpanien äeckmet/und de: e:bfolge du:ch den Duo de Alba. Es sind noch fünff sehrhuldigungdes Adels/ und der städte/ auch der merkwürdige dinge/welche dieregiekung diesesübrigen Stande äepmirten erklaret worden Königs unsterblich machen /1) daß unter feinemwar/ nachdem ihr eintziger bruder der Infam und seiner gemahlin Zsabella anstatt die neuete Johannes A.1497/ wie auch ihre älteste schwe- Welt entdecket worden / 2) daß man die Judenster Jsabella/ K. Emanuel von Portugal! ge- aus dem lande verjagt/ z) das Königreich Gra»mahlin/A. 1498 verstorben. Da Herwegen ihr nada nach Vertreibung der Saracenen behau-Herr vater die verwaltmig desselben/ krafft sei- ptet /4) dasKönigreichNeapolis durch den^on-tter getnahlin testaments / auff lebenslang be- iaivum erobert / und >) in Africa den Maurenhaupten wolte. Philippus war eben in Teutsth- Oran abgenommen. Ihme MeMm der Erb- K Carl derland/ und konte so bald nicht da seyn/ dahero Printz als umveMl-crbe in allen der Monar-fA/"'^durch Vermittlung der Stände die sache dahin chie landen/ und wurde Nachmühls Römischer Monarch,erörtert worden / daß er zwar auch wie sein Masiser/ ein Printz / auf welchen schon bey zar-schwäher den Königl. (iml und wapen führen/ ten jähren gantz Europa eine sonderbare hoff-doch aber alles mit commuivLatton und rath des- nung gesetzet; maßen er unter der mformattonselben thun solle. Die zolle und einkünffte ttiaänam des Cardin als/und hernach Pubsts/Von denen neuen Jnsulcn sollen unter beeden eine so kluge conduite spüren lassen / die jeder-gleich getheilet/ von dem alten Herrn aber die man verwundern müssen. Er erfüllete auchRitter-Orden St.Iacob / von Calatrava und das maß eines mächtigen und glückseligen Mo-Alcantara / allein ausgetheilet werden / beede narchen. Die bey seinem regierungs - ansangwollen in krieg-und ftiedcns-geschäfften vor ei- entstandene innerliche mows hat er durch dennen mann stehen/ und solle der Kayser ihrer bee- itztbemeldten Cardinal als Vice-ke zu stillen vor-der Freund seyn und bleiben. genommen / und sich unter weges auch mit Kö-K. Philipp hielte sich bey denen exegMen der nig Henrichen vi!l in Engelland über solcherJsabellen zu Brüssel etwas auff/ und die Köm- Santa Junta besprochen / auch sich angelegengm kam auch in die wochen zu liegen. Bey seyn lasten/ Königs Jean d' Albret in Navarrasolcher a bwesenheit mästete sich K. Ferdinand gethanen einfall zeitig zu dämpften und zurückmehr an/ als ihm gebührete. Endlich trat er zu treiben. An König Franken 1 in Frunck-A. 1506 die reise in Spanien an/ lidte unter- reich hatte er einen steten Xmuttwrn welcheWeges sthiffbruch/ und wurde in Engelland ver- jalousie durch ihrer beyber großmüthigkeit sehrschlagen/ da er mic König Henrichen Vii die gemehret wurde. K.Carl hatte sein ultraalliantz wegen Spanien erneuerte. Mit sei- zum zwecke. K. Frantz suchte ihme durch allenem schwaher kau: es zwar zun: cuuZreltt ersinnliche mittel den weg darzu abzuschneiden/und anderweitem vergleich/ allein der alte groll und den paß zur allböttrten fünssten Monarchiebliebe; doch wurde er zu Valladolid samt der zu verhauen. Sie kamen zur ruptur und of-Königin gekrönet/ uzw tratK. Ferdinand gantz sämtlichen kriege/und bekamen die Frantzosen inCastilien ab/ und behielte sich das Königreich Italien schläge/musien auch Parma/ PiaccmzaNeapolis und Sieilien samt den zöllen aus und Meyiand A. 1621 quittiren. Als nachOst -Indien/ benebenst der Verleihung derrit- PabstLeonis Xtodei!Mi3nus zum Römischenterlichen Orden bevor/ und reisete darauff in stuhl durch des Kaysers beförderung kam / undArragonien. Es daurete doch kurtze zeit also: die Spanier von neuem revvlmten / muste derdenn da noch in diesem jähre K. Philipp an ei- Kayser/ ruhe in seinem Erb-Königreiche zu stiff-min trunck kalten wassers/ den er auff die im ten/ dahin gehen/allwo er schärfte straften aus-ballhaüse sich gegebene erhitzung jähling genom- übete: denn die Spanier waren ihm als einemmen/ ÜN28 jahrseines alters verstorben/ riefen Flamänder nichtgewogen/und hatten ihn lie-die Stände von Castilien K.Ferdinanden zu- der gar wiedervom throne herunter gehabt,rück/ welcher auch zur vorigen 3äminMr3tton sich In d^r schlacht vor Pavia A. 1525 wurde derwiede: einstellete/ungeachtet des fchwc:en wide:- König in Franckreich von der Kayserl-Genera-willens/ welchen die rechte erbin/ seine ftau lität aufs Haupt geschlagen/ gefangen genom-tochter/hierüber spüren ließ. Mapftr rNuxi- men/ und in Spanien geführet / endlich gegenmittun! suchte in person vor seinen cnckel M. harte conMttones der haffc erlassen / welchesCarln den Reichs - zepter/ muste aber endlich Kayser Carln v viele Staats - verständige vorin des Groß-Herrn-vaters thun willigen/ weil einen fehler ausdeuteten/ weil sie wohl sahen/ esder Castilianische Adel wmultmrte: Und behiel- würde der entledigte König keine paroie halten,te also K. Ferdinand mehr angeregte Königl. Die cvnMia sind beym LmLcizrä. tty.regierung biß zu stinem tode A. 1516/ welcher xvi,und von der bewegung der gemütherihn: in eben dem dorff/ da er gebohren worden/ iMuanuz llb. 1 zu lesen. Kayser Carls allzuwiederfuhr. grosses aufnehmen erweckte auch bey andern

Souve-