Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
600
Einzelbild herunterladen
 

6oo Des Europäischen Herolds ersteHaupt - Handlung

Ä»d^derRuhr in derGräftchäffl Marc?/ ist von vir^SlC^elii Münster an der Ind-HelmMt. S.^.udgero dem ersten Bischoff zuMunster einemeilweges von der Reichsstadt Aachen Münk»-,und dessen bruder Hildegrin Dischoffen zu gelegen ist Bensdictiner-Ordens/ und erken-Halberffadt unter regierung KaysCarls des netKays. Carln den grossen zum siiffter/ desGrossen erbauet worden. Eben dieselben ha- sen söhn Kays Ludwig der fromme es her-ben A.79O einen andern convent zu ^»elmstadt nach vollends ausgebauet. Der Abt hcrr-angeleget und solchen dem kloster zu Werden schet über ein gantzes land/ rings um die Abteyunterworffen/dabey auch über die stadt selbsten und flecken gelegen; das land von Münsterzu befehlen gehabt/jedoch die vogtey über so- genannt / hat viel Mineralien und berg-artenthanes Ludgerischcs gestjffte denen alten von bley und eisen/ und ist mit dornhecken undHerzogen zu Sachsen/hernach denen pfaly- büschen gleichsam rings herum befestiget. DerGrafen zu Summerseeburg und nach deren jetzigevorsteherdesselben ist/Hr. - -abgang denen Herzogen zu Braunfchweig- Abt und Landherr der Rayserl. fteyenLüneburg aufgetragen / welche letztere solche Reichs-Abtey / land und ejgcnehums zuA.IZ4Z dem Rath zuHelmstadt verpfändet/die S.Cornelii Münster/Herr zu Eylendorff/stadt aber hatAbtA»tonA.i49O anHertz.Wil- Grusenich/ Castenholy/ Mordrrom/ undHelm den jüngern zu Braunschweig ver- Cumdict/Erb-Probst zu Eschlam/ wurdekaufft/ und sich mehr nicht als die titulatur und an statt Herrn Bextrand Goswins gebohr-lehns - Herrlichkeit vorbehalten. Der jetzige nen Freyherrn von Geveryhagen/ den einAbt ist Hr.Fexdinand / der Rayserl. freyen Meuchelmörder den 18 Jul. 1699 unweit Aa-stifster S. Ludgeri zu Werden und chen durch einen schuß entleibte/erwehlet.Helmstadt Abt / Freyherr von Ehrwitte/ VM S. tLmeran zu Regenspurg hatein söhn des Kayserl. General-Wachtmeisters seinen Ursprung A. 697 durch einen klaglichenHn. Dietrichs Ottmar von Ehrrvitte / Zufall bekommen. Denn nach der gemeinenHerrn zu Offr/ der A. iszi in der Leipziger trsämon war Enwrano/vormahls Bischoffenschlacht geblieben. zu Poitiers in Franckreich hernach zuRegens-^S^umch ^ S.Ulrich und Afra in Augjpurg / der durg/von Fürst Theodonis V in Bayern toch-«nv Ma. stiffter ist S. Ulrich Bischoffdaselbst/welcher ter/ Utten/ ihre schwängerung fälschlich schuldgewisse Ononicos reguläres dahin verordnet/ gegeben worden / worüber ihr bruder Lant-die aber Bischoff Bruno Kayser Henrichs ll bertsich so entrüstete/daß er den unschuldigenbruder emsetzct/und Benedictiner - münche da- mann/ der eben auff der reise nach Rom be-gegen eingeführet/daher ein Bischoff von Aug- griffen war/bey Helssendorffjämmerlichum-fpurg auff die geistliche und weltliche Hoheit die- brachte ; weil aber seiner schwester boßheitstr abtey prXrenäixet. Der Prälat hergegen nicht lan^e verborgen bleiben konte/ ließ der va-hat die pollellion vel guall der Reichs - immecke- ter den cörper des erschlagenen Prälaten nachtät A.l64i auf dem Reichs-tag zu Regenspurg Regenspurg bringen / und / um die frevelthatbehauptet: im pstitorio wird noch beym Kay- seines Hauses zu büssen / bey der kirchen St.serl. kammer-gerichte gefochren. Unter denen Georgen ein kloster St. Petern und Emera-stiffts-privilegien wird dieses gezehlet / daß alle no zu ehren auffbauen / wohin er -kxollomumdanczuerouttirer drey tage lang darinnen frey zum ersten Abt bestätigte. Bisch. SimbertHausen und sich auffhatten dürffen. Dem zu Regenspurg hat hundert jähr darnach daskloster stehet jetzo für Hr. Willibald/ des prächtigekirchen-gebäude vollzogen/undKays.freyen und Rayserl. stiffts zu S. S. Ul- Arnolphus/ der auch mit seinem söhn Lud-rich und Afra Abt/ der Rom. Rays. Ma- wigen allda begraben lieget/ reiche geschenckejest. immerwährender Rath und Capel- dahin gegeben; wie man denn ausser des heil.^ 5 vionyliigebeinen eisten grossen schätz von kel-.^Münster ^ Münster in St. Gregorienthal in chen/ monstrantzen/^ Abtshüten und stäben/imGregon- der ehemahligen Reichs-stadt gleiches nah- die mit edelsteinen köstlich versetzet sind/ dieentdal. istA. 66o von K. Hilderichen in Au- silbernen apostel und eine dibel mit gold auffstraffen der adelichen jugend zum besten funäi- Pergament geschrieben / in welcher Kays. 6s-ret und reichlich begäbet worden. Dahero man roll bildniß zu sehen / zu zeigen pfleget,auch nur Edelleute darinnen auffnimmet. Es Es haben zwar/ besage alter uhrkunden / dieist von ziemlichen Mitteln und exercim der vorigen Aebte den Fürsten-timl geführet/die-Abt mit dem zugleich die jurisäiAi- weil sie von K.Albrecheen mit einem Fürstelr-on so wohl über die stadt/ als das angräntzen- thum und regalten beliehen worden / dasde Thalgelände. Der jetzige Heist Hr. Lud- stifft hat aber dennoch unter den RheinischenwigcleK Lran^und stehet unter des Königs Prälaten die letzte stelle. Ist sonst unterdesin Franckreich äevotion. Hertzogthums Bayer?) erbschuye / und des-Dtk Hr .Abt VI S. Georgen zu Ißny Abtey ist A. sen jetziger besitzer Hr. Johann Daptlsta«u ^ ^^ngHij)en / Walthern und Hemm/ der auch zugleich die sämmilll-srur desWolffradenGrafen zu Vermgen gestifftet/ klosters Reiche,?bach in der Obcr-Pfaltz ver-und nach deren abgang auff die Erb-Truch- waltet. Das wapen ist in zwey haupt-thei-sesse von Scheren und Waldpurg/ welche !e gesondert/ in des ersten theils erster feldungnoch jetziger zeit Erb-Schuyherren si'nd/ge- ist im güldenen ftlde der halbe Reichs-adler,bracht worden. Eben dieselben aber wollen In dem andern blauen felde drey schwachedem kloster die Reichs-freyheit nicht gestatten/ sternen zwey und eins. In des andern theilsfondern ihm deswegen streit erreget/welcher erster weisser feldung erscheinet ein grünernoch nicht abgethan / doch hat der Abt den letz- palm-zweig/ in der andern rochen feldung einten Reichs-abschied selbst unterschrieben. auffgerichteter silberner schlüssele

ix «f-