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bis 8 Beichtväter. Das Vertrauen zur Mutter Gottes ist bei den Gläu-bigen im Steigen begriffen, was die immer größer werdende Zahl derWallfahrer, die zahlreichen Opfer und die vielen Votivtafeln beweisen.
Feichten.
FM,iner der ältesten Gnadeuorte in Bayern ist Feichten, nicht weitvon Altötting, denn schon seit wenigstens 1009 Jahren spendethier die göttliche Mutter die zahlreichsten Gnaden an Alle, die sich kindlichan sie. wenden und um ihre Hülfe flehen. Die Entstehung des Wallfahrts-ortes wird aus folgende Weise erzählt:
Schon vor dem Jahre 798 befand sich das aus dem feinsten Steingehauene und bemalte Bild in einer alten hohlen Fichte. Als man nun dieGnadenkirche zuerst nach Makneck oder Mackham bauen wollte, sollen Engeldie Baumaterialien vor der Grundsteinlegung zur Fichte getragen haben,worauf man die Kirche an der Stelle der Fichte erbaute, daher der NameFeichten. Im Jahre 1278 wurde die Kirche durch das Domkapitel vonSalzburg zur Pfarrkirche erhoben. Da diese Kirche bei dem starken Zu-drange des Volkes bald zu klein wurde, die Opfer der Pilger und Bei-träge der Pfarrangehörigen aber reichlich flössen, konnte man endlich eineneue, die noch jetzt stehende schöne Kirche erbauen, die am 10. August 1513vollendet war. Sie ist in gothischem Stile erbaut und prächtig ausgestattet.— Zahlreiche und auffallende Gnadenerweisungen waren die Früchte desVertrauens zur himmlischen Mutter. Die im Jahre 1648 rings um Feichtenwüthende Pest verschonte den Gnadenort. Eine Höhere Macht ließ auch dieAlles verheerenden schwedischen Heerhaufen nicht in diese Gegend vordringen.Zum Zeugniß ihrer Dankbarkeit ließ die Pfarrgemcinde auf dem Prozessions-wege IS Kapellen mit den Geheimnissen des hl. Rosenkranzes errichten. —Von da an kam der Gnadenort immer mehr und mehr in Blüthe; vieleWallfahrer und Kreuzzüge zogen aus den benachbarten Pfarreien herbei unddie vom apostolischen Stuhle verliehenen Ablässe vermehrten die Andacht.Manche von den Pilgern umzogen den Gnadenort mit Wachs und opfertendann dasselbe.
Bei der Aufhebung der Klöster in Bayern mußten viele der werthvollenOpfergaben dem Staate eingeliefert werden; da kam der Besuch des Gnaden-ortes immer mehr in Abnahme und die Kreuzzüge hörten allmälig auf. Vordem gänzlichen Verfalle wurde die Wallfahrt gerettet durch die im Jahre1644 errichtete Erzbruderschaft des hl. Rosenkranzes, welche gegenwärtigüber 8000 Mitglieder zählt; am 26. März, dem Hauptfeste dieser Bruder-schaft, herrscht immer ein großer Zudrang von Andächtigen, die der Königindes Himmels ihre Huldigung darbringen.