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Kurfürstentage nach Regensburg reisen und seine Missionäre allein gewährenlasten konnte. Vor seiner Abreise von Regcnsburg, welche am l. Septembererfolgte, schrieb er unterm 30. August an den Papst llrban VIII., danktim Eingänge seines Schreibens für die in Hinsicht seiner Bekehrung em-pfangenen Wohlthaten, und hebt in demselben folgende drei Punkte be-sonders hervor:
a) daß er nach weggeschafften ketzerischen Predigern tüchtige katholischePfarrer einsetzen, und mit Wohnung und Lebensunterhalt versehenmüsse;
b) daß er den um seine Bekehrung und Einführung der katholischenReligion so hochverdienten Jesuiten ein Kollegium errichten undnebenbei
e) für ebendieselben ein Seminarium zur Unterweisung gemeinerUnterthanenkinder in Hadamar anlegen wolle.
Dann ist dem Schreiben eine Vorstellung und Bitte angehängt, daß,da sein während des dreißigjährigen Krieges entkräftetes Vermögen zurAusführung seines Vorhabens nicht hinreiche, der Papst ihm dergestalt zuHülfe kommen möge, daß ihm, gleich seinem älteren Bruderssohne demGrafen Johann von Mstsau-Singen gestattet werde, die mit seinem jüngerenBruder, dem Grasen Ernst Casimir zu Rassan-Diez in Gemeinschaft be-sitzenden und von ihren Vorfahren gestifteten geistlichen Güter und Klöstereinzuziehen und zum katholischen Kirchcngebrauch zu verwenden.
Am 12. Mai 1631 kam nun eine Abschrift des auf dieses Schreibenerlassenen päpstlichen Breve in Hadamar an; das Original war nach Mainzgesendet worden, wo es der ?. Superior Ningelius abholte und am 15.nach Hadamar brachte; es ist vom 12. April 1631 datirt. Der Papstwillfahrt in demselben den Wünschen des Fürsten und man berathschlagtedarüber, wie die Exekution des Breve in Ausführung zu bringen sei, alsam 28. Juni die Nachricht eintraf, daß der apostolische Nuntius PeterAlois Caraffa von Rom damit beauftragt wäre.
Von Lüttich aus schrieb nun dieser Nuntius nach Hadamar, es könnedie Ucbergabe der genannten Klöster nicht geschehen, wenn nicht Einer vonden Vätern der Gesellschaft Jesu dazu bevollmächtigt würde, an welchen dieUebergabe zu geschehen habe. Nach einigen Wochen wurde diesem Verlangenentsprochen und nun verlangte der Nuntius weiter, daß ihm das päpstlicheBreve im Original zugesendet werde. Der Erzbischof von Trier wurdehiervon in Kenntniß gesetzt. Dieser aber antwortete, daß die Mönche einge-laden wären, besagte Klöster von Nonnen ihres Ordens wieder in Besitznehmen zu lassen, und beantragte bei dem Nuntius weiter, daß er nicht zurAusführung des Breve schreiten möge; sein Interesse erheische es durchaus,daß die Jesuiten genannte Klöster nicht bekämen, und er werde deshalb nachRom an die Rota appelliren. Während dessen wurden au dem Hofe zu