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ragen auf steilen Felsen die Ruinen zweier Burgen empor, die nähereSterrenbcrg (420 Fuß über dem Nheinspiegel), die entferntere Liebenstein(5>10 Fnst) genannt. Die Gegend ist eine der schönsten des Mittclrheinsund wird vielfach von Liebhabern der Naturschönheiten besucht.

Der Ursprung von Bornhosen ist nicht bekannt, indessen kann nichtbezweifelt werden, dast der Ort selbst bereits in sehr früher Zeit bestandenhat. Hier befand sich jedenfalls ursprünglich ein fränkischer Herrenhof undvon ihm stammt ein Rittcrgcschlecht, welches im 12. und 13. Jahrhundertin Boppard ansässig war. Die Sage erzählt Folgendes: „Die beidenfeindliche» Brüder, die Bewohner der Burgen Stcrrenbcrg und Liebensteinhallen eine blindgebornc Schwester, welche sie, vorhergegangener Verabredunggemäst, bei der Theilung ihres väterlichen Vermögens schändlich zu betrugenwnplene Das Geld wurde nämlich sümmerweise anSgemessen; jeder derbeiden sBrüder erhielt ein gcstrickenes Summer voll, für die Blinde aberwurde das Maast jedesmal nmgetehrt und der nach oben gerichtete Bodenmit einigen Thalern belegt, so dast die Schwester keinen Grund fand, dieNettigkeit der Theilung zu bezweifeln. Nachdem sie ihr geringes Erbtheilempfangen, ward sie bedeutet, das Schloss zu verlassen, oder wohl gar ge-wallsam vor das Burgthor gebracht; vermuthlich hofften die unbarmherzigenBrüder, sie werde, ohne Führer den steilen Berg herunter taumelnd, vernnglücken. Dies geschah aber nicht, solider», von einer höheren Hand geleitet,erreichte sie glücklich die Tiefe und fand dort im Baue eines Kirchleins dienalchichste Verwendung ihres Vermögens und Trost für die Hartherzigkeitder Jbrigen "

So berichtet die Sage. Einen geschichtlichen Anhcktspnnkt hat dieselbenicht, vielmehr >st zu berücksichtigen, dast bei allen fränkischen Lehnhösen,wie eilt solcher in Bornhofcn bestanden haben mnst, sich auch eine Kirche mitchriesler befand, da der LehenSherr verpflichtet war, für die religiösen Be-dürfnisse seiner Lehenlente Sorge zu tragen.

Bus dem Ritiergeschleeht von Bornhofen wird uns 1213 ein Godfrid(Mittelrh. Urkunde lU, S. 22), 1238 Embriko mit seiner Gattin Engeltrndund seinen Kindern Godfrid und Gertrud und 1250 ein Nembold mit seinertMtlin Soplpa genannt. Sie waren in Boppard ansässig, wo überhauptder Adel der Umgegend Wohnungen besäst.

Schon im Jahre 1224 und dann 123/ wird in Urkunden von einem'chrnster in Bornbofen mit Namen Nembold gesprochen (Mittelrh. Urkunden01, S. 18ll, 187, 450). Es mnst also dimals schon eine Kapelle in Vormdosen bestanden haben. Wie nun Vogel (Beschreibung des HerzoglhnmsNassau S. 054), jedoch ohne Angabe der Quelle, berichtet, bestand imJahre 1289 daselbst eine Kapelle mit dem wundcrthätigen Marienbilde. Zudieser Zeit verbreitete sich in der weiten Umgegend des Mittelrheins der Nnfvon den vielen Wundern und Gebetserhörungen, und es strömten von allen