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Die Wallfahrt zurin

Wo am grünen RheinesstrandeEnger sich die Berge schmiegenUnd auf leicht bewegten FluthenSchiffe sich und Nachen wiegen,Ruft ein halb verborg'nes EdenZu sich all die armen Müden,Daß sie dort in süßer RuheWieder finden ihren Frieden.

schmerzhaften Mutter GnltzpBnrnhnfen.

Not und Jammer sind vergessenBei dem Anblick dieser Thränen,Und des Pilgers Seele ringetSchnell sich los von eitlem Sehnen. ,Von der Lippe bebt's ihm zagend:Auch für mich hat er gestritten,Den Dn Mutter heiß beweiinst,

Auch für mich hat er gelitten.

Friede! künden jene Höhen,

Wo einst stolze Burgen thronten;Friede! flüstert's ans den Hallen,Wo sonst Haß und Zwietracht wohnten.Fröhlich von zerfall'ner MauerMit dem alten trauten LiedeGrüßt die Amsel jeden WandrerUnd ihr Lied ist: „Friede! Funde!"

Schaaren frommer Pilger führetHer der Strom aus Nord und Süden,Alle wall'n zu dieser Stätte,

Um zu suchen hier den Frieden.

Wo der Born, der kaum entronnenAns dem Bergschooß klar und helle,Niederrauscht in dunkler TiefeIst des Friedens heil'ge Quelle.

Weltentriicket blickt der PilgerDort zum Bild der Schmerzensreichen:Welches Erdenweh wohl könnteDem der Gottesmutter gleichen?

Welche Liebe, welche TrauerKünden diese blassen WangenUm den Sohn, den heißgeliebten,Den des Todes Nacht umfangen.

Und ersterben ist das Streben,Das den Erdensohn erfüllte,

Eh' sich ihm am SchutzaltareDie Erkenntniß klar enthüllte.

Mehr, als er gehofft, gewähret ,,,Ihm die Mutter voller Gnaden,Denn ihr Segen leitet sicherIhn auf allen Lebenspfaden.

Darum zieht, wen Leid bedrücket,Her zur ewigen frischen Quelle,

Legt der Seele Bürde niederIn der heiligen Kapelle;

Ist doch ohne Trost und HülfeKeiner je von hier geschieden;

Allen, die zur Mutter flehten,Gab sie Rettung stets und Frieden.

Vorn der Gnade! Schmerzensreiche!Zuflucht der bedrängten Sünder!Laß nur eine deiner ThränenFließen für uns, deine Kinder!

Siels mit warmer Mutlerliebe 'Voll Erlarmen auf die Müden,Die um Eines nur dich bitten:„Schenk', Maria uns den Frieden!"

Mary Koch

Auf dem rechten Rhciuufcr, ungefähr fünf Stunden oberhalb Koblenzund eine Stunde oberhalb Boppnrd, unmittelbar am Nhcine liegt der weit-hin berühmte Wallfahrtsort zur schmerzhaften Mutter Gottes in 'Zornhofcn.Fährt man mit dem Dampfboot rheinabwärts, so leuchten schon von ferne,nach der bei Hirzenach befindlichen Krümmung des Rheines, die nunmehrfast ganz verlassenen Klostergebäude hervor. Nur 12 Wohnhäuser stehenbei der Kirche, meistens dem auf das Taunnsgebirge sich hinziehenden Thaleentlang, welche theilweise ein sehr alterthnmliches Ansehen haben. Südöstlich