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lienischem Stile erbaut. Die Begründer beider Gebäude, welche sie auchreichlich ausstatteten, waren Adam von Konazewski, sein Sohn Philipp,dessen Gemahlin Theophila, nach Philipps Tode verehelicht an Janusch FürstenWischniowjezki, wie ^ auch Philipps Tochter Veronika, verehelichte GräfinMycielska.
Wenn auch stets Wundergnaden mancher Art am heiligen Bilde ge-schehen sind, so ist doch das größte Wunder, daß dieses Stift, obschon dieältesten Klöster eingingen, wiewohl reich begütert, den vielfachen KlosterstürmenWiderstand zu leisten im Stande war; es ist das einzige aller Konvente inbeiden Erzdiözesen. — Als einer der dortigen Geistlichen in einer Audienzbeim heiligen Vater mit der Ueberreichung einer Zeichnung von dem Gnaden-bilde dieses Umstandes erwähnte, erinnerte ihn Pins IX. an den wunder-baren Schutz Mariens und fügte hinzu: „Wahrscheinlich haben euere Vor-fahren es bei Maria verdient, daß das Haus erhalten wurde, es ist diesesfür euch eine Anspornung, derselben Gnade würdig zu werden." — In der-selben Audienz gewährte er der Kirche das ganze Jahr hindurch für ewigeZeiten dieselben Ablässe, wie sie die Basilika St. Petri besitzt, das heißt:Jubelablaß für jede Kommuunion im Stande der Gnade. Das Dekret isteigenhändig in aller Ausführlichkeit vom heiligen Vater niedergeschrieben.
Von den vielen Wundern, welche durch eine besonders dazu vom Con-sistorium niedergesetzte Commission untersucht und mit bischöflicher Autoritätals wahrhaft erwiesen erachtet worden sind, erwähnen wir nur einige:
Im Jahre 1511 ritt ein Landmann, Namens Golpska von Danachowo,bei dem damals noch ärmlichen Kirchlein vorbei und spottete darüber, daßAberglaube diesen Ort auszeichne, da ja Maria in der stattlichen Pfarr-kirche einen angemessenem Aufenthalt hätte. Auf einmal fühlte er die Erdeunter dem Pferde wanken, er stieg ab, fiel auf die Kniee, da knieere auchsein Pferd vor der Kapelle. Als die bischöfliche Commission im selben Jahreeine Untersuchung über die Wunder des Ortes eröffnete, wurde das Ereig-niss eidlich bekräftigt.
Schon vor 1495 wird uns folgendes Wunder berichtet: Ein ,Edel-mann, Krschpschonowsky, lag drei Jahre vom Schlage gerührt und an allenGliedern gelähmt; er ließ sich nach Gostin führen und ein gut Stück Wegesvor der Kirche ließ er sich vom Wagen tragen, um sich selbst auf den Knieenzur wunderbaren Kapelle hinzuschleppen; kaum daß er sein Gebet verrichtet,als er neue Kräfte in den Gliedern fühlte, selbst aufstand und genesen indie 1/4 Meile entfernte Stadtpfarrkirche ging, wo eben Andacht gehaltenwurde. Da erbat er sich die Erlaubniß des Pfarrers und erzählte laut vordem staunendem Volke, was Gott an ihm durch Mariens Fürbitte gethan.Auch dieses Ereigniß wurde vorder Commission eidlich bekundet. Die Krückendes Geheilten hängen noch heute in der Kirche.
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