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2Vs Fuß dick und 8 Fuß hoch. Die Kapelle steht ganz frei auf anmuthiger-Anhöhe und gewährt eine herrliche Aussicht nach allen Seiten hin, besondersauf das ganze Harzgebirge; in der Nähe stehen einige Lindenbäume, Birkenund auch Fichten, aber so weit von einander, daß sie sich nicht berühren.
Das Haupt- und Titularfest der 14 heiligen Nothhelfer zu Wollbrands-hausen wird alljährlich am zweiten Sonntage im Juli oder am ersten Sonn-tage nach Mariä Heimsuchung hochfeierlich begangen, außerdem wird aberauch im Laufe des Jahres, namentlich in der Bittwoche, bei Wiederkehr derKapellenweihe und zur Persolvirung der bei der Kapelle gemachten Stif-tungen daselbst Gottesdienst gehalten und auch der nach der Kapelle vonWollbrandshausen führende Kreuzweg in Prozession sowohl als von einzelnenGläubigen vielfach besucht.
Maria in Vers Wiese zu Germershausen.
m Kreise Osterode, Amt Gieboldehausen, liegt am Seeburger Seedas Pfarrdorf Bernshausen, zu dessen Sprengel die Wallfahrtzur lieben Mutter Gottes in Germershausen gehört. Germershausen istanderthalb Stunden von Duderstadt entfernt, das Dorf zählt etwa 390 Seelenund es wird als Wallfahrt gewöhnlich „Maria in der Wiese" genannt.
Aeltere Dokumente über die Entstehung dieser Wallfahrt sind nichtvorhanden, wahrscheinlich sind sie im dreißigjährigen Kriege verloren ge-gangen und auch hier sind wir auf das Gebiet der Sage angewiesen, welcheuns Nachstehendes berichtet:
Das Muttergottesbild, Maria mit dem Jesulinde aus einem Sesselsitzend, von Holz, das die Spuren von hohem Alter an sich trägt, wurdein einem Baume zu Germershausen aufgefunden und in einem Kapellchcn,welches an dieser Stelle erbaut worden, aufbewahrt und zur Verehrung auf-gestellt. Da aber der Boden an diesem Orte tief liegt und wegen des nahenFlüßchens feucht ist, auch leicht überschwemmt wird, so hatte man die Ab-sicht, auf einem höher gelegenen Orte, der deshalb noch heutzutage der „Kirch-berg" heißt, eine Kapelle zu bauen; aber es erschien eine Frau von himm-lischer Schönheit und trug des Nachts die zum Bau daselbst angehäuftenSteine an den Ort, wo jetzt die Kapelle steht. Und so oft nun auch dasBaumaterial zurück gebracht worden, am anderen Morgen fand man esimmer wieder an dem Platze, den jetzt die Kapelle einnimmt. So wardman gezwungen, den Bau auf dem Kirchberge einzustellen und das Kirchleinan dem von der heiligen Jungfrau selbst bezeichneten Orte zu errichten.