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2: 1887
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Die Wallfahrt zu den 14 Nothhelfern inWollbrandshausen.

A!^ur öffentlichen Bethätigung seiner Vorliebe und Verehrung zuden 14 heiligen Nothhelfern, welchen der göttliche Heiland derLegende gemäß das Versprechen gegeben, daß er allen denen, welche sie an-rufen, Gnade erzeigen wolle, sowie zur Bekundung seiner kindlichen Liebe undVerehrung gegen die unbefleckte, jungfräuliche Gottesmutter, der Königinder Martprer, und zum Nutzen der vielen frommen Gläubigen, welche bisdahin aus Wollbrandshausen und Umgegend alljährlich unter vielen An-strengungen und Beschwerden nach der weit entfernten Vierzehnheiligen-Kapelle in Frankenthal wallfahrteten, erbaute Pfarrer August Vocke zuWollbrandshausen in den Jahren 1854 und 1855 unter thätiger Mit-wirkung seiner Parochianen und mit Beihülfe milder Gaben von Nahe undFern die jetzige auf dem höchsten Punkte des sogenannten Höherberges,zwanzig Minuten nördlich von Wollbrandshausen stehende, der unbeflecktenjungfräulichen Gottesmutter Maria und den 14 heiligen Nothhelfern dedicirteherrliche Kapelle, benedizirte dieselbe vorschriftsmäßig am 25. September1855 und celebrirte unmittelbar darauf darin zum ersten Male die h. Messe.Auch errichtete derselbe Pfarrer bei der Kapelle noch in demselben Jahre eineBruderschaft von den 14 heiligen Nothhelfern und der unbefleckten aller-seligsten Jungfrau Maria und erwirkte, daß dieselbe der Erzbruderschaft inVierzehnheiligen zu Frankenthal (laut Urkunde vom 17. Oktober 1856) ein-verleibt wurde. Am 21. Juni 1856 sprach alsdann der DiözesanbischofEduard Jakob von Hildesheim die Segnungen der heiligen Kirche über dieKapelle aus und weihte dieselbe dem Dienste des Herrn für alle Jahrtausende;Papst Pius IX. verlieh aber auf ewige Zeiten (laut Urkunde vom 11. Dez.1856) der Vierzehnheiligen-Bruderschaft zu Wollbrandshausen alle und jedeAblässe, vollkommene sowohl als unvollkommene, welche Papst Urban VIIIder Erzbruderschaft in Frankenthal am 13. Dezember 1682 ertheilt und ver-liehen hat; und es brauchten von da ab die Verehrer der 14 heiligen Noth-helfer und deren jungfräulichen Königin nicht mehr so beschwerliche und kost-spielige Reisen nach Vierzehnheiligen in Frankenthal zu machen, sondernkönnen vielmehr mit aller Bequemlichkeit ihre Verehrung in der Kapelle zuWollbrandshausen darbringen. Was die Kapelle selbst anbelangt, so istdieselbe in Form einer Kirche erbaut, also ein kleines Kirchlein, massiv vonSandsteinquadern, vom Flur bis zum Dachgesims 13 Fuß und bis zurGiebelspitze 25 Fuß hoch, 36 Fuß breit und 25 Fuß tief; die Thurmspitzeist 14 Fuß hoch, mit Schiefern gedeckt und mit einer Wettersahne geziert;die sechs Fensterrahmen sind von Gußeisen und die beiden Flügelthüren sind