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2: 1887
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1720 verkaufte zu Danzig der Prinz Jakob Ludwig Sobieski durchseine Bevollmächtigten an Peter Georg von Przebendowo Przebendowski,Woiwoden von Liefland und Starosten von Putzig die Weihersfreischen undRutzauer Güter, sowie eine Reihe anderer Besitzungen. 1728 bestätigtePrzebendowski die dem Kloster von seinen Vorfahren bestimmten Revenuenund schließlich wiederholte er die Verordnung wegen Schonung der Bäumean den Prozessionswegen.

1748 wurde vom Bischöfe von Kujavien und Pomerellen dem Przeben-dowski die Erlaubniß ertheilt, in dem Dorfe Sagorsz eine Kapelle zubauen, damit darin die Bruderschaft des Reformatenklosters zu Stolzenbergbei Danzig bei den Wallfahrten nach Weihersfrei die Marienbilder, Fahnenund übrigen Prozessionsapparate aufbewahren konnte. Auch sollen darinfrüher hl. Messen gehalten worden sein. (Die Kapelle steht noch.)

Derselbe Peter Georg Przebendowski ließ 1754 das hiesige Klostervon Grund auf neu und massiv erbauen, desgleichen die katholische Pfarr-kirche, er selbst starb 1755 und ist unter der Kapelle der h. Anna in derKlosterkirche beigesetzt worden. Es folgte im Besitze der WeihersfreischenGüter dessen Ehefrau Ursula in Gemeinschaft mit ihrem Sohne Jgnaz vonPrzebendowski, welcher seit 1766 alleiniger Besitzer war. Er war zugleichStarost von Putzig und Mirchau und apostolischer Syndikus des Weihers-freischen Klosters. Er bestätigte alle bisherigen Privilegien des Klostersund die Kalvarienstiftung. Er war der erste Besitzer, welcher in Weihers-frei seinen beständigen Wohnsitz nahm und deshalb ein Schloß nebst Gartenanlegte, bis er nach der Theilung Polens 1772 und Besitzergreifung West-preußens durch die Krone Preußen seiner Aemter entkleidet wurde und inschlechten Vermögensverhältnissen seine Güter von Weihersfrei an seinenVetter Grafen Joseph von Przebendowski abtrat und nach Warschau über-siedelte.

Von hier ab und besonders, als der Besitz der Weihersfreischen (seit1772 Neustadt genannt) Güter 1782 in protestantische Hände überging, tratein Wendepunkt in der Bedeutung und Wirksamkeit des Klosters in Neu-stadt ein. Bis dahin war das Kloster unter dem Schutze der katholischenGutsherren der Hort des Katholicismus und konnte dem Andrängen desProtestantismus einerseits von Pommern, andererseits von Danzig her Haltgebieten. Von nun ab aber konnte der Protestantismus seine Ausbreitungnachhaltiger durchsetzen und nach 100 Jahren fast den gesammten Grund-besitz des Kreises Neustadt (etwa 40 Güter von 60 bei drei Viertel Katho-liken und ein Viertel Protestanten) in seinen Händen sehen.