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im Stiftungsverzeichnisse solche Stiftungen verzeichnet, die auf Maria Rosen-bcrg abgehalten werden sollen." Aus diese Eingabe erfolgte ein zusagenderBescheid dahin lautend: Die in erwähnter Kirche zu besorgenden Fundationeuund die Gottesdienste bei Casualien dürfen fortan daselbst abgehalten werden.
Somit war also der Rosenberg wieder anerkannt als Eigenthum mehr-genannter Filialorte und kaum war die Kunde hiervon in weiter gelegeneOrte gelangt, so kamen ungerufen wie vordem die Leute von allen vierHimmelsgegenden her, nicht selten kamen, um sicher zu sein, daß sie eineh. Messe hören und ihre Andacht verrichten könnten, die Seelsorger mit einerTruppe ihrer Pfarrkinder. Nur in einem Punkte zögerten noch 20 Jahrelang die Pfarrer in Clausen, nämlich auch den großen Wallfahrtstag, derin der letzten Zeit, als die Wallfahrt noch existirte, auf den Donnerstagnach Pfingsten verlegt war, zu feiern. Da fiel es einer Familie in Don-sieders ein, auf genannten Donnerstag nach Pfingsten ein feierliches Amt zufundiren und so gelang es denn im Jahre 1843, den Rosenberg wieder inalle seine Rechte einzusetzen. Zehn Priester waren erschienen, die vollaufmit Beichthören beschäftigt waren. Prozessionen, von ihren Seelsorgern be-gleitet, mit Kreuz und Fahnen von Leimen, Merzalben, Rodalben, Pirmasens,Kaiserslautern, Bann und Fahrbach, an die sich die näher gelegenen Orteanschlössen, kamen singend und betend von den Bergen herab und aus denThälern herbei. Die Rosenberger Glöcklein, da sie die Ankunft jeder Pro-zession zu verkünden hatten, konnten fast gar nicht zum Schweigen gebrachtwerden. Da in der Umgebung der Kirche keine geistigen Geträuke feil ge-boten wurden, so war jeder Grund, es könnten die alten Mißbräuche wiederzum Vorschein kommen, abgeschnitten.
So ging es ruhig fort, bis ixn Jahre 1849 der Revolutionsgeistwieder sich erhob. Schon Morgens früh wurden Gerüchte laut, das Pfaffen-nest auf dem Rosenberg werde aufgehoben. Doch man hörte Beichte, jederPriester las seine h. Messe und schon sollte die Predigt beginnen, als einealte Frau athemlos von Burgalben herauf eilte mit den Worten: „Rette sich,wer sich retten kann. In Fischbach stehen schon die Freischaaren und schickensich an, heraufzukommen." Der Schrecken fuhr blitzschnell in alle Anwesenden,Priester und Laien. Da ließ der Pfarrer, der die Predigt halten sollte, dasLied zum h. Geist singen und begann mit seiner Rede. Auf dieses hinkehrten Viele, die schon die Flucht ergriffen hatten, wieder zurück. DiePredigt wurde zu Ende gebracht, das Hochamt gehalten und von den Frei-schaaren ward keine Spur bemerkt.
Möge die liebe Mutter Gottes auch fernerhin über den Rosenbergwachen, daß er eine Zufluchtsstätte ihrer treuen Verehrer bleibe!