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Beschauen wir uns die Oertlichkeiten. Die Kapelle ergreift uns durchihre wundervolle Sauberkeit und Einfachheit. Wir erblicken einen geschmack-vollen romanischen Hochaltar, hinter diesem an der Schlußwand des Choresdas alte, nunmehr restaurirte Bild der Gottesmutter, und noch zwei andereAltäre von weniger geschmackvoller Construktion.
Noch ein Blick in die weite, reiche Rheinebene bis an die Höhe desSchwarzwaldes und wir müssen mit Frey in seiner Beschreibung ausrufen:„Die herrlich auf der Vorhöhe des Gebirges gelegene Kapelle blickt weit undbreit über das Rheinthal hinweg und läßt keinen ihrer Besucher von reli-giösem und ästhetischem Gefühle unbefriedigt von dannen ziehen."
Maria Rosenverg in der Pfarrei Waldfrschbach.
/^xzin vielbesuchtes Waldkirchlein, Maria Rosenberg (in früherenZeiten Rodenberg) genannt, steht einsam auf der Anhöhezwischen den Dörfern Burgalben und Donsieders, umgeben von einem altenBegräbnißplatz, auf welchem seit unvordenklichen Zeiten die katholischen Be-wohner dieser beiden Dörfer ihre letzte Ruhestätte finden. Bis zum Jahre1872 gehörte diese Wallfahrtskapelle zur Pfarrei Clausen, von da an zuder neuerrichteten Pfarrei Waldfischbach. Zweimal in der Woche, Mittwochsund Freitags, wird in der Kapelle das h. Meßopfer dargebracht, wobei sichnicht blos aus der nächsten Umgegend, sondern oft aus weiterer Entfernungfromme Gläubiger Anfinden, die hier vor dem altehrwürdigen Muttergottes-bilde mit größerem Vertrauen bei der Mutter des Herrn ihre Zufluchtsuchen und meistens auch den Empfang der h. Sakramente begehren. Ein-mal im Jahre, am Donnerstag in der Pfingstwoche, wird dieser Wallfahrts-besuch aus Maria Rosenberg zu einem außerordentlich großen Zudrang vonfrommen Wallfahrern aus allen umliegenden Dörfern und Gauen der west-lichen Pfalz. Hunderte von frommen Gläubigen drängen sich schon amVorabend dieses Wallfahrtsfestes in der Kapelle zu dem geschmückten Mntter-gottesbild und geben durch Gebete und Gesänge der Mutter des Herrn ihreLiebe und Verehrung kund. Am Festtag selbst ziehen schon in der frühestenMorgenstunde von allen Seiten her fromme Wallfahrer oft aus weiterFerne in vereinzelten Gruppen und prozessionsweise, theils singend, theilslaut betend hinan zur Kapelle Maria Nosenberg, wo von den Geistlichender Umgegend Gelegenheit zur h. Beichte gegeben und ein feierlicher Gottes-dienst mit Predigt gehalten wird. Der Zudrang zu den hh. Sakramentenist so groß, daß an diesem Morgen 700-800 heil. Communionen zuspenden sind.