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2: 1887
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Mariahilf bei Neumarkt.

^TMjnsern von Neumarkt erhebt sich in der Nähe des Wildbades aufDtzt- einem Hügel das Kirchlein Mariahilf, eine Wallfahrt, welcheaus der weiten Umgegend zahlreich besucht wird.

Auf diesem Berge wurden zuerst von den Kapuzinern 1687 drei großeKreuze aufgestellt, weshalb der Berg auch Calvarienberg genannt wird.Dabei stand eine Klause für einen Einsiedler, und in den nächsten Jahrenwurden die fünf an dem Berge gelegenen Kapellen, unter ihnen die Grab-kapelle, nach dem Muster des h. Grabes zu Jerusalem, errichtet. Als nundie Kapuziner von dem Kurfürsten Max Emanuel von Bayern im Jahre1687 ein Muttergottesbild zum Geschenke erhielten, bauten sie auf dem Bergeeine hölzerne Marienkapelle und stellten in derselben dieses Bild zur öffent-lichen Verehrung auf. Nun begann man allgemein in der Umgegend zudieser Kapelle zu wallfahrten und die liebe Mutter Gottes um Hülfe undBeistand anzustehen. Als die Bewohner Neumarkts 1717 von einer schreck-lichen Seuche heimgesucht wurden, machten sie das Gelübde, der seligstenJungfrau statt der Hölzernen Kapelle eine Kirche zu bauen und am 14. Juli1718 wurde denn auch in feierlicher Weise der Grundstein gelegt, am 11.Februar 1722 das Gnadenbild in die Kirche übertragen, sie selbst aber erst1727 ganz vollendet. Im Jahre 1755 wurden die Altäre gebaut.

1822 feierte man 8 Tage hindurch das hundertjährige Jubiläum derKirche. — Am 25. September 1841 schlug der Blitz in den Thurm derKirche und zerstörte denselben, jedoch am 7. September 1843 war der neueThurm fertig. — 1847 wurden die Leidensstationen an dem Aufgange desBerges errichtet. — Sodann wurde am 27. August 1854 die Kirche vondem Bischöfe Georg von Oettl von Eichstädt consecrirt.

Größere Prozessionen kommen am Bittsonntage, dem Feste MariaVerkündigung, dem Kirchweihfeste, dem Erndte-Dankfeste und während desFrauendreißigers nach Mariahils; jedoch auch sonst wird die Kirche fleißigbesucht.

Das Franziskanerkloster mit der Wallfahrtskircheoder Tilly - Kapelle bei Freystadk in der Oberpfalz.

n der Nähe des im Regierungsbezirke Oberpfalz gelegenen Städt-chens Freystadt, etwa 500 Schritte von den Mauern der Stadtentfernt, liegt ein Franziskanerkloster mit der marianischen Wallfahrt oderTilly-Kapelle. Ueber ihren Ursprung und ihre Erweiterung melden die Ur-kunden Folgendes: