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Grenze des anderen die Bäume nicht abzuhauen pflegt, habe ich ihn nichtentfernt und will ihn auch nicht entfernen, sowohl um mit meinem Nachbarin Frieden zu leben, als auch weil sich alle Vorübergehende an demselbenerfreuen." Der Bruder Johannes erwiderte: „Mein Lieber, ich bitte dichum der Liebe unseres gekreuzigten Herrn Jesus Christus willen, verkaufeoder schenke mir diesen Baum." Sube entgegnete: „Lieber Herr Johannes,warum wollt ihr denn durchaus diesen Baum haben?" Der Bruder Jo-hannes erzählte ihm nun die Erscheinung und Alles, was wir oben gesagthaben, ferner daß er mit seinem Mitbruder das Kreuz und Bild machenwolle, sie hätten nun schon die drei vorgenannten Marken durchwandert,aber keinen Baum gefunden, der ihnen gefallen, als diesen. So traten nunHundewinkel und Sube zusammen, überlegten die ganze Sache und schenktendann, obgleich mit einigem Widerwillen, den Baum. Sie ließen nun als-bald den Baum umhauen und hieben wie gebräuchlich, die Aeste ab. Alsso der Stamm zubereitet und zur Abfuhr hergestellt war, entlehnten sie einenstarken Wagen und Pferde von den Nachbaren, um jenen beiden nicht allzulästig zu fallen. Sie spannten vier Pferde vor den Wagen, aber diesekonnten ihn nicht von der Stelle bewegen. Noch vier Pferde spannten sievor, es nutzte nichts. Auch weitere vier Pferde konnten den Wagen nichtbewegen. Zum vierten Male spannten sie abermals vier Pferde vor, sodaß deren Zahl 16 betrug, aber der Wagen mit dem Stamme konnte nichtin Bewegung gesetzt werden. Und doch würden sechs Pferde vollkommenhinreichend gewesen sein, um den Wagen mit dem Holze fortzubewegen,wenn nicht Gottes Wille entgegen gewesen wäre. Da sich nun Alle ver-wunderten, sagte Hundewinkel: „Ich habe vier Pferde, welche nie wider-spenstig waren, um eine Last fortzubringen, ich will sie anspannen und wennes Gottes Wille ist, den Stamm nach Lage zu fahren suchen. Ich gestehees ein: nur mit Unwillen gab ich meine Zustimmung, diesen Baum umzu-hauen, da er selten und ungewöhnlich war und die Augen aller Vorüber-gehenden auf sich zog, jedoch wenn er durch Gottes Gnade und Barmher-zigkeit zu dem genannten Werke verarbeitet worden ist, wird er lange Zeithindurch den Augen Vieler zum Andenken an das Leiden unseres HerrnJesus Christus höchst angenehm sein. Unser Herr Jesus Christus hat jawahrhaft für mich und alle Sünder gelitten und den Tod erduldet und daich früher mich weigerte, zu seiner Ehre den Stamm herzugeben, so will ichsolches jetzt dadurch, so Gott es gefällt, sühnen, daß ich ihn wegfahre."
Es wurden nun die sechszehn Pferde ausgespannt und Hundewinkelspannte seine Pferde an, die ohne Zögern und ohne irgend welche Müheden Wagen mit dem Stamme anzogen und gegen Lage hinführten. Woder Weg geschlossen war, durch Thore, Fallbäume, Hecken, Zäune oder inirgend anderer Weise, da öffneten sich diese von selbst ohne irgend welchemenschliche Hülfe. „Waer renne bome, haeken ofte Hecke waren in den