Druckschrift 
2: 1887
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mit Furcht entgegen. Der Ruf der Wunder, die hier geschehen, habe sie nunbewogen, mit ihrer Freundin hierher zu wallen." — „Ich ermähnte sie",schreibt der Pfarrer, „bei Gott und seiner gebenedeiten Mutter Hülfe zusuchen und entließ sie. Nach 4 Monaten kommt der Mann dieser betrübtenFrau zu mir und erzählte mir mit größter Freude, seine Frau sei nun end-lich eines gesunden schönen Knabens entbunden und derselbe sei noch gesund.Er opferte hierauf, Gott und der heil. Jungfrau inbrünstig dankend, viergute Groschen zu Wachskerzen für die Kapelle zu Rosenthal."

Am 6. October 1689 kam ein protestantisches Weib nach Rosenthalund bekannte vor dem Herrn Magister Andreas Marik, vor fünf Studentenund dem Seelsorger daselbst, daß ihr 7 Jahre altes Töchterlein von derWiege an taub gewesen sei. Von mitleidigen Katholiken sei sie aufgemuntertworden, das Kind der lieben Frau von Rosenthal zu empfehlen. Sie thates und innerhalb drei Wochen erhielt das Kind zur allgemeinen Freude dasGehör.

Auch heut noch 'kommen bedürftige Protestanten zur lieben Frau vonRosenthal. Ihre Gelöbnisse werden von der Kanzel verkündigt, doch immernur mit der Bezeichnung: „Dieser oder jener aus einer fremden Pfarreibittet um das Gebet", während der katholischen Pfarreien namentlich erwähntwird, und auch sie finden nicht selten Erhörung.