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Zunächst dem Hochaltare an der Nordseite steht eine Säule mit dem Wappen-schilde der Schenk von Limburg; an der nördlichen Wand des Chores einsehr künstliches Sakramentshäuschen aus einem Stücke; ein Cherub miteinem Zettel und der Inschrift: „ssss xauis auAsIorum kaetus" mit derZahl 1361 in den Buchstaben trägt das Ganze. Oberhalb der Sakristei-thüre hängt ein hölzerner, gemalter Wappenschild mit einer auf den RitterHans Zöllner zu Hallburg bezüglichen Umschrift. Zwei Grabsteine, der desAmtmannes Kaspar von Schaumburg und seiner Frau Margaretha von Wallen-fels und des Jörg Spilmann, Vogt von Kollezheim (Kolitzheim) stehen anden Wänden. An der südlichen Wand befindet sich ein Gemälde mit einereigenthümlichen Darstellung: drei Sonnen in der Luft und Maria in denWolken schwebend, darunter eine Stadt mit einstürzenden Gebäuden, zurSeite ein Brunnen mit der Aufschrift: Dons olsi (Oelqnelle), umstellt vonmehreren Rittersleuten; im Vordergrunde Sibilla vor dem knieenden KaiserOktavianus, zu unterst der Doppelvers:
Du patriaru rspstis, tristi uös orlls rslin^uis;
Ds korst uula uitsus, uos laoriiuosa, äiss. ^.uuo 1619.(Eilend der Heimath zu, läßt uns du im Thale des Jammers; glänzt dirdie Freude des Hofs, drücken uns Tage des Grams).
Ein sehr schönes Bild befindet sich im Triumphbogen des Chores freiherabhängend, nämlich die h. Maria im Rosenkranz, von dem BildhauerHans Tilman Riemenschneider im Jahre 1521 angefertigt. Das Bild stellteine 5'/z Fuß große Maria mit dem Kinde, auf einer Mondsichel stehendund von Engeln umgeben dar. Das Ganze wird von einem achtFuß hohenovalenKranze von abwechselnd rothen und weißen Rosen eingeschlossen. In diesemKranze befinden sich 5 etwa 1^ Fuß im Durchmesser haltende Hautreliefs,die Freuden aus dem Leben Mariä darstellend, nämlich 1) die Verkündigung,2) der Besuch bei Elisabeth, 3) die Geburt Christi, 4) die Anbetung derWeisen und 5) der Tod Maria's. In dem offenen Raume zwischen derHauptfigur und dem Rosenkranz schweben oben zwei Engel, die eine Kroneüber dem Haupte Maria's halten, in der Mitte spielen zwei andere dieLaute und von den beiden unteren spielt einer die Harfe, der andere dieZither.
Jährlich siebenmal gehen Prozessionen von Volkach nach Kirchberg.Wöchentlich und zwar an jedem Samstage wird daselbst eine heilige Messegelesen, zu welcher sich stets Beichtleute aus den benachbarten Ortschafteneinfinden. An dem Feste Mariä Schmerzen wird ein Hochamt gehalten undes kommen sowohl an diesem Tage äls auch das Jahr hindurch häufig Wall-fahrten aus den umliegenden Pfarreien nach Kirchberg.