Druckschrift 
2: 1887
Seite
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Konrad von Gemmingen, Fürstbischöfe von Eichstätt, Albrecht Ernst, Grafvon Wartenberg, Suffraganbischof von Regensburg; von weltlichen Großen:Kurfürst Maximilian I., Max Emmanuel und Herzog Ferdinand von Bayern.

Zwanzig Schritte von der Wallfahrtskirche wurde eine dem h. Gangolfgeweihte Kapelle, 35 Fuß lang und 21 Fuß breit, erbaut, welche ebenfallsvon den Wallfahrern besucht wurde.

Die 1802 erfolgte Säkularisation bewirkte nicht nur die Aufhebung desAugustiner-Hospitiums zu Bettbrunn, sondern es wurde auch das Klosterdemolirt und die Gangolf-Kapelle in ein Wohnhaus umgeschaffen. Von jenerZeit an wird die Wallfahrt durch Wcltpriester versehen.

In den Jahren 1770 bis 1777 war die Kirche von den Augustinernrcparirt worden. Es wurde an das Presbyterium ein neuer Bau angesetzt,so daß die Kirche nunmehr 5 bis 6000 Personen faßte. Die Länge derKirche bis zum Chöre beträgt nun 90, ihre Breite 68 und die Höhe 56 Fuß.An der Decke des Chores befindet sich ein Gemälde, die Verklärung Christidarstellend, die übrigen Gemälde an der Decke des Schiffes stellen ver-schiedene Krankenheilungen des Heilandes dar. In der Mitte ist die Figurder Religion mit brennender Kerze neben einem Opferaltar, auf dessenanderer Seite ein Papst mit der dreifachen Krone in sitzender Stellung.Unten links an den Altarstufen steht im Ornate ein Priester. Etwas tiefer,oberhalb des Bogens beim Eingange in das Chor ist die Entstehungsgeschichteder Wallfahrt dargestellt, wie nämlich der Bischof von Regensburg die h.Hostie erhebt. Diesem gegenüber erblicken wir den Brand der Kirche, mittenin den Flammen das unversehrte Salvatorbild.