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7 (1915)
Seite
437
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Beilage I. 437

sy wider genn, was sy zu nach hatten inngenomen, und ouchdy gefangen on alle enttgelttnisz ledig Ion'). Dan das dorffwas in einem burgrech mit der statt von Bassel 2 ), dy halffeninen. Es gab ein grosz gespott: by nacht genomen und im

5 dag wider gen! Es fyel ouch ein vogtt, domolen uff Gilen-oerg, was ein metzge; broch sinen heren vou Solendurn dasbottenbrott, was sy gewunen hetten; fyel ein schenckel ab 3 ).Dan dye driw herschaffen hand dye von Etting uberfalen,Dornach, Gilenberg und Dyerstein, ungewarnet 4 ).

10 Noch dysem handel ist das bistum ein zitt lang on ein

bischoff gestanden, vast ein jor lang. Do hatt das capittel einstatthaltter gesetz, der Steinhusser 5 ); wiewol er nitt von adelerboren, wasz er doch in hoffnung und hatt daruff gebratten-ziert, und in allem handel starb er.

Uff den . . . dag .... 1554 hatt das capittel ein mayste- i&mratter gemacht 6 ), der der styfft sach soltt verhandlen, und ist

15. maystoratter von späterer Hand corrig. in: administrator.

1) Vgl. B. Chron. I 168: und ward mit den Solothurneren dermossengeredt, das sy die gefangnen balt ledig hinscheiden Hessen. — In der Tatordnete Basel gleich am 23. Sept. eine Gesandtschaft nach Solothum ab,Welche am 25. vor dortigem Rat Klage führte, jedoch scheinbar ohne Erfolg;?• Eidg. Absch. a. a. O., und vgl. Bischöfl. Handl. L 18, Bl. 5vff. Immerhinls t es denkbar, dass die Gefangenen bald nachher in aller Stille entlassen"Urden, da sie später nirgends mehr erwähnt werden.

2) Die 5 Dörfer Reinach, Terwil, Obenvil, Ettingen und Allschwilstanden seit 1525 mit Basel in ewigem Burgrecht; s. B. Urkb. X No. 47.

3) Vgl. Pariser Hs.: ist ein schenckel entzwey gefallen (also einSchenkelbruch).

4) Die Mannschaft der solothumischen Vogteien Dornach, Gilgenbergun £ Tierstein wurde bei diesem Ueberfall vom Vogt von Dornach geführt;*• Bischöfl. Handl. L 18, Bl. 4. — Der ganze Streit wurde nach langen Ver-andlungen dadurch beendigt, dass im Sept. 1555 die verpfändeten Lehen-rechte über Ettingen und Terwil an das Bistum übergiengen, nachdem Baselschon im Oct. 1554 an Bischof Melchior die Pfandsumme vorgestreckt hatte;"• Eidg. Absch. IV 1 e, S. 862, 952, 1130 u. 1335.

5) Dr. Johann Steinhauser von Feldkirch, bisher Domcustos, wurdef° hon J 553, also vermutlich gleich nach Bischof Philipps Tod, als Statt-halter bestellt; s. Wurstisen S. 629. Zugleich aber ordnete das Domkapitel^Gesandtschaft nach Rom ab, um sich über die bevorstehende Bischofs-

ahl mit Julius III. zu verständigen. Da jedoch dieser für die Bestätigung

Joe beträchtliche Geldforderung in Aussicht stellte, so beschloss das Kapitel,

lc h auch weiterhin mit einem Administrator zu behelfen; s. Blösch, Gesch.

• Btadt Biel II 149 Qer s i cn hiefür auf die handschriftliche Bielerohronik

«eohbergers beruft.

Li >, ^ Das Datüm dieser erst 1554 erfolgten Ernennung Melchiors vonSt!: , nfels zum Administrator finde ich ebensowenig als den Todestagusers.