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7 (1915)
Seite
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364 Briefer.

hatte, beim Vergleich mit einem erst 1545 in einem altenPsalter entdeckten Fragment hinsichtlich der den Bischöfen bei-gegebenen Kaiser und Päpste als »unflissig colligiert und ab-geschoben« erkannte. Unter diesem Catalogus ist vermutlichdieselbe fehlerhafte Handschrift zu verstehen, auf welcher schon 5der alte Text von Schnitts Wappentafel beruht 1 ). Auch dürfenwir in ihm wohl jenen »Catalogus vetustus, sed valde mutilus«erblicken, wechen der Brief an Rhenanus erwähnt. Zugleichaber ist wohl in beiden Briefen auch dasselbe »fragmentumveteris psalterii« gemeint, von welchem wir nur erfahren, dass wes »ettliche episcopi ab anno 741 usque ad annum 1072« ent-hielt. Den Anfang bildete somit Bischof Walanus, der unterdem seit 741 als Hausmeier regierenden Pipin lebte, und denSchluss der 1072 erwählte Bischof Burkhard. Da jedoch diesesFragment von den Bischöfen dieses langen Zeitraums nur i 6»ettliche« enthielt, so reichte es nicht aus, um den als fehler-haft erkannten Catalogus durchweg mit Sicherheit zu berich-tigen.

Um nun Stumpfs zum Druck bestimmtes Werk möglichstvor Irrtümern zu bewahren, beschränkte sich Briefer nicht auf 20blose Warnung vor jenem fehlerhaften Catalogus, sondern erwollte seinem Freund auch einen Ersatz bieten, indem er fürihn nach bestem Wissen eine Chronik der Basler Bischöfe zu-sammenstellte, die zum betreffenden Teil der Beschreibung derEidgenossenschaft als Quelle dienen konnte. In dem ange- 26führten Brief an Stumpf fährt er nämlich fort: »Hab ich desz-halb üch zu gefallen et patriae celebrandae amore usz disem(d. h. aus dem Catalogus) und einer pictur in monasterio SanctiAlbani, do die episcopi Basilienses ab anno 1072 usque ad an-num 1513 vlissig angezeygt werden, dorzü usz andern collec- 30taneis, einen catalogum colligiert. Und alles, so hierin ver-griffen von yetz gedochten bischoffen ab anno 1072 bisz adannum 1540 hab ich ex certis et indubitatis autoribus verzeych-net; weysz an allen orten min abweren. In den bischoffenaber, so gewesen ab anno 741 bisz 1072, hab ich mich an * 5ettlichen orten behulffen, wie ich mögen«.

Zu dieser seiner Chronik konnte demnach Briefer jenenfehlerhaften Catalogus, d. h. das schon von Schnitt ausgeschrie-bene alte Verzeichnis, als Quelle nicht entbehren. Doch zoger nebenbei auch ein wohl erst 1513 entstandenes und seither ®längst verschwundenes Wandgemälde im St. Albankloster zu

1) S. oben S. 311.