Einleitung. 343
führen, während andre für uns freilich nur noch Fragmenteaus verlornen Briefen sind.
Soweit die Auszüge aus noch vorhandenen Urkunden eine Quellen.Uebersicht der von Schnitt verwerteten Quellen gestatten, so5 gehören zu diesen ausser den bereits erwähnten Jahrzeitbüchernzunächst auch die Urkunden verschiedener Stifte und Klöster,vor allen von Schöntal, sodann von St. Peter, St. Leonhard,St. Alban, des Steinenklosters und der Augustiner. Doch ebensohäufig verwertete er städtische Urkunden, und auch von denen,
10 welche den Sisgau, den umliegenden Adel oder die östreichi-schen Lehenträger betreffen, sind manche noch vorhanden undzum grössern Teil auch in Druckwerken veröffentlicht. Ohnenun in letzterer Hinsicht irgendwie auf Vollständigkeit Anspruchzu machen, verweisen wir hier nur beispielsweise auf das Basler
*5 Urkundenbuch, auf Trouillat, auf Boos, Urkundenbuch der Land-schaft Basel, auf das Zürcher Urkundenbuch und auf Thommen,Urkunden zur Schweizergeschichte aus östreichischen Archiven.Neben den Urkunden jedoch gehörte zu Schnitts Quellen zu-nächst noch die mit Königshofen verbundene Bernerchronik
20 samt der Rötelerchronik, und auch aus den Colmarer Annalennahm er einzelnes auf. Noch mehr aber schöpfte er aus demLiber Diversarum Rerum des Rathauses, dessen Chronikalienebenfalls schon längst veröffentlicht sind 1 ), und letzteres giltauch von einer vereinzelten Notiz, welche er dem Brieftafel-
25 buch des Steinenklosters entnahm 2 ).
Wenn die Auszüge aus verlornen Urkunden sowenig als Inhaltdiejenigen aus längst bekannten Quellen ins Programm der Ter i° r 9 nenBasler Chroniken gehören, so enthält die Handschrift nebenbei Quellen.noch eine Anzahl von Nachrichten unbekannter Herkunft, welche
3o sehr wohl in einer Chronik ihre Stelle finden könnten. Diemeisten derselben betreffen allerdings nur die Todesjahre an-gesehener Basler Bürger und benachbarter Edelleute, derenlange Reihe vom Ende des XIII. Jahrhunderts bis 1541 reicht,wo Schnitt starb. Zugleich aber findet sich namentlich aus
35 dem XV. Jahrhundert auch eine Anzahl chronikaler Nachrichten,die er möglicherweise einer seither verlornen Basler Fortsetzungder Bernerchronik oder Königshofens entnahm. Die Todesjahrehingegen, bei denen er oft auch das Grab erwähnt, mag er fürdie ältere Zeit teils auf den damals noch zahlreicher vorhan-
io denen Grabmälern, teils in den seither vorlornen Jahrzeitbüchern
1) S. B. Chron. IV 27 ff.
2) S. B. Urkb. I No. 276,