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7 (1915)
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Einleitung.

Öchon im V. Bande der Basler Chroniken wurde Hieronymus BriUngsrsBrilinger erwähnt, als Uebersetzer sowohl der Grössern BaslerAnnalen ins Lateinische als auch von Beinheims Chronik insDeutsche *), und ferner im vorliegenden Band als Ueberarbeiter

s von Blauensteins Werk 2 ). Sein Vater Kaspar Brilinger, dessenName auch Brillinger, Brfllinger und Brilliger geschriebenwurde 3 ), war vermutlich von Rappoltsweiler gebürtig 4 ), erscheintaber in Basel schon 1460 als »Schreiber« und als Besitzer desHauses zum Kleinen Mailand in der Streitgasse (jetzt No. 16) 5 ).

lu Bald nachher, 1465, kaufte er das etwas grössere Haus zurKrone an der Freien Strasse (jetzt No. 45), und zugleich er-scheint er fortan als Procurator am bischöflichen Gericht 6 ).Er starb 1496, über 80 Jahre alt, und seine gleichaltrige Ehe-frau Clara folgte ihm zehn Jahre später, also neunzigjährig 7 ).

16 Von den sechs Kindern dieses Ehepaares wurde die älteste

Tochter, Barbara, 1477 Nonne im Steinenkloster, und auch diedrei Söhne widmeten sich alle dem geistlichen Stande. Derälteste, Kaspar, bezog 1474 die Universität, und nachdem er1479 Baccalaureus geworden und folgenden Jahrs die Priester-

20 weihe empfangen, wurde er 1481 Kaplan zu St. Peter und 14S5am Münster 8 ), in welch letzterer Stellung er noch z. J. 1505bezeugt ist 9 ). Der 1469 geborene jüngste Sohn aber, der nach

1) S. B. Chron. V 6 ff., 341 u. 443.

2) S. oben S. 104.

3) Brülingen liegt in Lothringen, sttdöstl. v. Metz.

'1) S. unten S. 206 die Familiennachrichten, wo es von seiner TochterUrsula heisst: recessit ad Rapoltzstein.

5) S. St. Archiv, Spital F 5, z. ,T. 1460 u. 1464, und Histor. Grundb.,ötreitgasse No. 16.

6) S. Histor. Grundb., Freie Strasse No. 45.?) S. unten S. 206.

8) S. ebend., und Univ.-Matrikel z. J. 1474.

9 ) S. St. Archiv, Karthaus L, Bl. 47, z. 16. Febr.

Basler Chroniken. VII. 13