26 Blauensteins Flores.
Gleichwie Beinheim, so war auch Blauenstein auf kirch-liche Stiftungen zur Vermehrung des Gottesdienstes bedacht.Vor allem vergahte er einen jährlichen Zins von 1 Ib. zur er-höhten Feier des St. Marthentages (27. Juli), also zu Ehren derPatronin des von ihm bedienten Altars. Weitere Vergabungen 6bestimmte er zur Feier von Mariae Reinigung und Himmelfahrt(2. Februar und 15. August), von St. Leodegar (2. Okt.) und derKreuzerhöhung (14. Sept.), sowie auch der Jahrzeiten der beidenDekane Johann Wiler und Friedrich von Fleckenstein 1 ), welcheam 26. August 2 ) und 20. December begangen wurden. Für sich ioselber aber stiftete er noch eine Jahrzeit in der Karthaus 3 ), unddiesem Kloster schenkte er auch das schon erwähnte Buch,welches seine geschichtlichen Aufzeichnungen enthält 4 ).
Da diese Jahrzeit in der Karthaus am 28. Januar begangenwurde 6 ), so ist dieser Tag vermutlich Blauensteins Todestag, 15und da er zum 11. Februar 1478 bereits als ein Verstorbenererwähnt wird 0 ), so kann er spätestens in diesem Jahr gestorbensein. Nun reicht aber der Inhalt seines den Karthäusern ge-schenkten Buches nicht über 1475 hinaus, und schon die denk-würdigen Ereignisse von 1476 werden darin mit keiner Silbe 20berührt. Er war also, falls er erst am 20. Januar des folgendenJahres starb, doch ohne Zweifel bereits zu krank, um noch zuschreiben. Von seinem Testament ist uns leider nur der letzteTeil erhalten 7 ), worin er über den nach allen Vergabungenetwa noch übrig bleibenden liest seines Vermögens verfügt. 25Von diesem bestimmte er einen Vierteil für die Karthaus, denzweiten zur Verteilung unter das Barfüsser-, Steinen-, Gnaden-thal- und St. Clarenkloster und an den Kirchenbau zu St. Albanund St. Ulrich, den dritten für den Spital, die Elendenherberge,das Almosen in Klein Basel und das Siechenhaus zu St. Jakob, 80und den vierten für die Nachkommen seines schon erwähnten
17. April 1460, das Jahrzeitb. d. Dornst, hingegen auf Freitag den 18. April;b. ebend. z. 19. Dec. u. vgl. B. Chron. V 334, A. 9.
1) S. Jahrzeitb. d. Dornst, zum 27. Juli u , 2. Oct.
2) Laut dem Jahrzeitb. d. Dornst, wurde Wilers Jahrzeit am 26. Aug.begangen. Laut seiner Grabschrift jedoch starb er 1450 am 27. (quinta postBartholomei); s. Tonjola S. 8.
3) S. den Liber benefactorum, im St. A., Karthaus I, Bl. 28, zum28. Januar.
4) S. unten S. 27 den Eintrag auf dem vordersten Blatt des Buches.
5) S. oben Anm. 3.
6) S. Gerichtsarchiv, Bd. AA 18, Bl. 217 v.
7) S. ebend.