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7 (1915)
Seite
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Einleitung. 23

nicht nur bei der Messe sowohl als zu Tische, sondern beidelasen auch gemeinsam ihr Brevier. Besonders aber fühlte ersich dadurch geehrt, dass ihn sein Herr sogar Geheimnissewissen Hess, die er sonst Niemandem anvertraute. In dank-barer Erinnerung hebt er deshalb in seiner Chronik diesenBischof vor allen andern lobend hervor«). Nach dessen 1436erfolgtem Tod jedoch diente er als Hauskaplan zuerst dem Dom-dekan Johann Wiler 2), bis auch dieser im August 1450 starb 3 ),und später dem Domherrn Friedrich von Fleckenstein, einemio Neffen des Bischofs, welcher 1451 ebenfalls Domdekan wurde<),aber schon 1453 starb*). Sein Dienstverhältnis zu diesen seinenspätem Herren war jedoch keinesfalls ein so enges und persön-liches wie zum verstorbenen Bischof, und zwar schon deshalb,weil er bald nach des Letztern Tod eine Kaplanei am Münster«erhielt. Schon 1439 finden wir ihn nämlich unter jenen Kap-lanen des Münsters, welche die im Juli d. J. wegen der Pestveranstaltete Wallfahrt nach Einsiedeln leiteten«). Vermutlichhatte er schon damals die Kaplanspfründe der zum Hofe desDomherrn Friedrichs von Fleckenstein gehörigen Kapelle, welche2(1 er 1447 gegen die Pfründe von »Klein Benken«, d. h. Biel,vertauschte'), wo den Gottesdienst ein Vikar versah«). In dert olge erhielt er auch eine Chorherrenpfründe am. Stift St. Leo-degar in Schönenwerd 9 ). Dessen ungeachtet wohnte er stetsm Basel, und zwar laut der Steuerliste von 1446 mit seiner* Mutter und einer Magd in der St. Ulrichsgemeinde, also ver-mutlich in der Aeschenvorstadt, und versteuerte ein Vermögenvon 400 Gulden io). Wenige Jahre jspäter edoch, 1452, er-

1) S. unten se ine Chronik der Bischöfe.2 ■ 7 S - lm St - Archiv das Jahrzeitb. d. Dornst, z. 26. August (Copie derm i-andesarohiv zu Karlsruhe befindlichen Originale). Ueber Joh. Wilers. B. Chron. IV 39(i.

3) S. seine Grabschrift bei Tonjola S. 8.

V Auf Joh. Wiler folgte als Domdekan zuerst Arnold von Rotbero;,sicher 1451 Bischof wurde; s. B. Chron. IV 306.

5) S. Jahrzeitb. d. Dornst, z. 21. Dec. Ueber ihn s. B. Chron. IV306, A. 4.

6) S. B. Chron. IV 253.

7) S. das bischöfliche »Registrum computationum vicarii et sigillifcri«,jetzt im Berncr Staatsarchiv, z. J. 1447. Eigene Kapellen hatten der St. Ka-thannenhof (jetzt Münsterplatz No. 18) und der St. Vinzenzenhof (jetztMünsterberg No. 9); doch weiss ich nicht, welchen F. v. Fleckenstein be-wohnte.

8) S. TrouillatV 31: Vicarius in Witterswiler et in Minori Benken.

9) S. Jahrztb. d. Dornst, z. 2. Oct.10) S. Schönb. S. 586.