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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1404.

alle geuärde. Vnd des alles ze warem offen vrkunde hän ich vorgenanter graff Hansvon Fürstenberg min aigen insigel für mich, vnd min nachkomen gehenkt an disen brief,der geben ward nach Crists geburt vierzehenhundert jar darnach in dem vierdenjar an dem mantag nach mittem Brächet etc.

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Das Siegel fehlt.Nach dem Perg. Or. im katholischen Pfarrarchive Frauenfeld mitgetheilt von Cantonsarchivar DecanDr. Pupikofer.

1) Die Pfarrkirche von Frauenfeld befand sich damals in Erchingen, jetzt Oberkirch genannt, eineViertelstunde von Frauenfeld entfernt. Jetzt ist diese damalige Mutterkirche eine Filiale von Frauenfeld.Der Vorfahr des Grafen Hans im Pfarramte war Heinrich Distel, genannt in den Jahren 1390 und 1401.Sein Nachfolger Eberhard von Ehingen ist genannt 1412. Hiemit fällt die Pfarrverwaltnng des Grafen Hansin die Jahre 1401—1412. Collator war Reichenau. Nach Mittheilungen von Dr. Pupikofer in Frauenfeld.

2) Graf Hans war zugleich Capitelherr von Reichenau. Gaüus Oheims Chronik von Reichenau, her-ausgegeben von Barack (Bibliothek des litterarischen Vereins in Stuttgart, 84 Bd.), S. 157, berichtet über ihn:Fridericus der dreiundfünftzigist abt (von Reichenau), ain graff von Zolr, .... was der eren vast from, abergeschrifft gantz ungelert, als sich dann uff ain zitt wol erschaint. Es kam zu im graff Hanns von Fürsten-berg , hie ain capittelher, und batt in, im die pfarrkilchen zu Frowenfeld gerüchen zu liehen. Von schlechteund manglung der gschrifft, und der hailigen wihungen grad und namen unwissend, antwurt er im: „Dubist doch nit im ding (vermaint er wer nit gewicht), stand von dinem gepett und beger, du bringst sust michtind dich umb die kilchen." Auch in dem Verzeichniss der „Cappitel öder convent herren der Rychenow"(bei Gallus Oheim a. a. 0. S. 169) wird genannt: „Joannes comes de Fürstenberg sub Friderico de Zolleren."

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1404, Juli 15.

14. Brun von Hornberg verschreibt den edlen, wohlgebornen, seinen gnädigen Herrn,

den Grafen Hainrich und Cünratten von Fürstenberg, Gebrüdern, wegen der „grossengnaden, sunder früntschafft vnd lieby," die sie ihm erwiesen, seinen Antheil an Burgund Stadt Hornberg auf immer und ewig als offenes Haus gegen jedermann, nur nichtgegen das hl. Reich und seinen lieben Bruder, Herrn Hans von Hornberg, Ritter.Die Grafen von Furstenberg und ihre Erben sollen mit allen, die je an Burg undStadt Hornberg „tail vnd gemaind hand" einen guten, getreuen Burgfrieden halten„in aller mäss, alz daz von alter her kummen vnd gewesen ist."Geben an st. Margreten tag der hl. junefröwen 1404 *).

Das Siegel des Ausstellers (Schild ohne Helm; darin auf dreigipfeligem Berg 2 gestürzte Hörner;. BRVN. DE. HORNBER .).

Perg. Or. Donaueschingen. B.

1) Nach dem Neidinger Anniversarium wurde Margaretha in dieser Gegend am 15. Juli gefeiert.