Druckschrift 
Acta Sacrorvm Secvlarivm Academiae Dvisbvrgensis : In Ordinem Digesta Et Brevi Historia Festae Solennitatis Aliisqve Nonnvllis Monvmentis Illvstrata
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

) 0 (Doch, was für eine trübe NachtUmhüllt Minervens lichte Höhen?Wo bleibt, o Göttin, deine Pracht?Wie! soll dein Thron verwüstet stehen?Wird deine Schutzwehr, GOtt, entrückt,Wer ists, der Duisburgs Macht beglückt?Wer will der Weisheit Wachsthum stöhren?Ein Land, wo Mars die Schwerter führt,Ein Land, wo Streit und Zank regiert,Bewohnt Minerva nicht; sie mag kein Raßlen hören.Weint, Musen, weint! nein, hemmt den LaufGesalzner Thränen schnelle Fluthen:Hebt eure Augen munter auf,Ihr werdet bald den Schmerz verbluten.Der Vorsicht Wille meynt es gut,Er stärket den gebeugten MuthUnd will für eure Wohlfart streiten.Verläßt gleich Wilhelm seinen Thron,Der Brennen Siegmund erbt die KronUnd bringet euch zurück das Glück der goldnen Zeiten.Denkt an die Klagezeit zurück,Die ihr der Brennen Zepter küsset:Und rühmt des Fürsten Gnadenblick,Den auch der Niedrigste geniesset.Wie reizend ist die Zartlichkeit?Der Glaube, der die Knechtschaft scheut,Singt frey von dem verwünschten BandeUnd von des Irthums dunklen Wahn;Der hocherfreute UnterthanSieht in des Prinzen Huld das Heil vom ganzen Lande.Be-