Danck=Predigt.langen vergnügsamen Lebens, wolle ausgiessen, und diese Heyls- und Se-gens=Ströme über desselben Nachkommen und das gantze Königliche Hausfort und fort fliessen lassen bis an das Ende der Tage.Nichts soll, nichts muß, dieser hohen Schule angelegentlicher amHertzen liegen, als die Erbittung dieses Segens: angesehen sie der freu-digen Zuversicht leben kann, daß damit auch ihre Erhaltung und Wohl-fahrt verknüpfet seye und bleiben werde.Und gleichwie sie wünschet und vertrauet, daß ihre hochgebietendeHerrn Curatores, wie auch die hochpreisliche Regierung dieser Landen,ihrer auch künftighin zum Besten und zur Beförderung ihres Aufnehmensmögen und werden eingedenck seyn; so achtet sie es auch ihrer Pflicht undein Stück ihrer schuldigen Danckbarkeit zu seyn, GOtt auch um derselbenlangwierige Wohlfahrt anzuruffen, und daß sie samt und sonders bey ihmfür ihre getreue und huldreiche Vorsorge eine reiche Vergeltung in zeit-lichen und ewigen Segenungen finden mögen, eiferigst zu bitten.O! däß in uns allen, welche die Göttliche Fürsehung auf dieser ho-hen Schule zu Lehrern beruffen und gesetzet hat, die heutige Jubel=Feier einFeuer entzündete, einen feurigen Trieb, eine feurige Geflissenheit, veran-lassete, derselben nicht nur ihre zunehmende Wohlfahrt zu wünschen, son-dern auch nach allem Vermögen wurcklich zu befördern, zum Spor undVorbilde aller unserer künftigen Nachfolger!Ihr auch, unsere liebwerthesten Freunde, die ihr den lernendenTheil dieser Königlichen Universität ausmachet, und so viel deren hiergegenwärtig sind, die ein Hertz für die Wissenschaften haben: Ihr abson-derlich, die ihr Lust, Kraft und Freymüthigkeit habt zu beten im Glau-ben, wir bitten euch, helfet uns dem HErrn unserm GOtt dancken, helftuns beten, daß der ewige, der allgenugsame El Schaddai fortfahren wolle,unserer hohen Schule, und durch sie der Kirche und dem gemeinen WesenGutes zu thun: daß Er sein gnädiges, sein genesendes, sein ernehrendesund mehrendes, Antlitz stetshin über dieselbe wolle leuchten lassen.Um wiederum auf den allgemeinen Gebrauch unserer Textes=Wortezu kommen: Ein jeder Lehrer nicht allein auf den hohen Schulen, und inder Kirche, sondern auch ein jeder Haus=Vater in seinem Hause, ja ein je-der Christ, sollte eine Quelle lebendiger Wasser abgeben und darstellen, einjeder nach dem Maaße der empfangenen Gnade und daseyenden Bequemheit.
Druckschrift
Acta Sacrorvm Secvlarivm Academiae Dvisbvrgensis : In Ordinem Digesta Et Brevi Historia Festae Solennitatis Aliisqve Nonnvllis Monvmentis Illvstrata
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71
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