Gedaͤchtniß- undIn dem Buche, worinn die Nahmen unserer Academischen Bür-ger eingeschrieben werden, wird auf das Jahr 1678. bis 79. über eine fastallgemeine Flucht und Verlassung der Universität geklaget, wegen dererdamahls vorwaltenden Französischen Kriegen. Ich finde, daß in gedach-tem Academischen Jahre in allem nur 10. theils Candidaten, theils Stu-diosen, sind eingeschrieben. Es ist aber die folgenden Jahre darauf alleswiederum in seinen vorigen Gang und Lauff gekommen, und nach der Zeitohne dergleichen Störung darinn geblieben.Billig heben wir unsere Augen in die Höhe nach den Bergen, die un-sere Brünnlein mit Wasser anfüllen, daß sie überlauffen. Wir betenmit gebogenen Hertzen an den unendlichen und unerschöpflichen Ocean allerErkänntniß und Weisheit; Wir beten denselben an mit grundmüthigenDancksagungen für all das Gute, für all den Segen, den diese hoheSchule, die verflossenen 100. Jahre durch, aus seiner mildreichestenHand hat empfangen, den Lehrende und Lernende genossen haben. Esfanden sich vormahls Völcker, welche jährlich auf eine feierliche Weiseihre Brunnen mit Blumen bekräntzeten, ausser Zweifel, weil der daherfliessende grosse und unentbehrliche Nutzen sie rührete: dem Vater aller,so geist=als leiblicher, Brunnen wollen wir, an statt verwelcklicher Blu-men, Kräntzen und Kronen von vereinigten vernünftigen Dancksagungen vordesselben Thron und Füssen niederlegen.Ihm, dem Beherrscher der gantzen Welt, dem GOtt, der desKönigs Hertz in seiner Hand hat, und es wie Wasser=Bäche leitet, wo-hin er will, geben wir für die bisherige Erhaltung offtbesagter hohenSchule, und daß die Allerdurchlauchtigsten Großmächtigsten Nachfolgerunseres Glorwürdigsten Stifters ihre allergnädigste Landes=väterliche Ver-pflegung ihr beständig bis auf den heutigen Tag haben angedeyen lassen,billig die erste und oberste Ehre. Wir erkennen mit derselben Demuth,daß ihre künftigen Schicksale von seinem Wincke, und der fernern Lenck-und Leitung seiner allmächtigen Hand abhangen. Wir ruffen aus demGrunde unserer Seelen zu dem Könige, der in dem Himmel ist, undthun kann, was er will, daß Er seinen Gesalbten, unsern Allergnädig-sten König, unsern allertheuersten Erhalter und Pflege=Vater, wie seinenAug=Apfel, wolle bewahren, ihn unter dem Schatten seiner Hand, un-ter einem beständigen Zufluß seiner ewigen Liebe, in allem KöniglichenWohlergehen, sicher wohnen lassen bis in das allerspäteste Alter. Wirruffen ihn, den ewigen und ewig lebenden GOTT, zugleich mit dersel-ben Inbrünstigkeit an, daß Er über Ihro Königliche Hoheit, den Printzvon Preussen, seine himmlischen Heyls-Ströme, nebst dem Segen eines
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Acta Sacrorvm Secvlarivm Academiae Dvisbvrgensis : In Ordinem Digesta Et Brevi Historia Festae Solennitatis Aliisqve Nonnvllis Monvmentis Illvstrata
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70
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