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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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182
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182 43. Qui spiritu dei aguntur, hij fllij dei sunt.

enkan gedienen denne mit stillin und mit losende, mit swigende; sol Gotsprechen, alle ding müssen swigen; sol Got eigenlichen und adellichen würken,so ist des not das ime ein stat und gerum gegeben werde und man Got lide.Wan [40 r ] zweijer leige werke envertragent sich nüt mit ein ander. Eins5 müs sich halten lidende und das ander würkende. Hie mit, kinder, so meinich nicht junge starke ungeübte menschen, das sich die mit in würklicheitensüllen üben, wan die bedurften das si sich vil gröslichen und vil vaste süllenüben, und maniger guter wise und vil guter werk inwendig und uswendig, warsi an gewiset werden! Aber ich meine alle geübte lüte, die gerne weren die10 aller besten kinder Götz, der wege die müssent vil anders sin und ir wisewan der anhebender lüte.

Nu nemen wir die weit al ze mole her für, so sieht man das der allermeiste liobetteil von alr der weit die sint alle leider vijent Götz.

Denne sint andere die sint betwungene knechte Götz, die müs man

15 twingen zu dem dienste Götz. Und das selbe wening das si tünt, das entünt

sie nüt von götlicher minne noch von andacht, aber si tünt es von vorchten.

Und das sint gnadelose minnelose geistliche lüte die man ze köre und ze vil

anderem dienste Götz twingen müs.

Denne sint andere das gemeine verdingete knechte Götz sint. Das

20 sint pfaffen und nunnen und alle soliche lüte die Gotte dienent umbe ir

pfründe und umbe ir presencien, und enweren si der nüt sicher oder enwürde

in der nüt, si endienden Gotte mit und kerten wider umbe und würden

gesellen der vijende Götz.

Von allen disen lüten so enhalt Got einen tränen nüt, das si die25 kinder oder die süne Götz üt mügen von irs dienstes wegen sin, aber tünt ochvil grosser werke uswendig; [40"] der ennimet er sich nüt an, wan er enistder grünt nüt, wan si sint es selber das der werke sache ist.

Mer die vierden das sint süne Götz, mer doch nüt die aller liebstensüne: das sint die lüte die stont uf ir uswendigen oder inwendigen ufsetzen30 und eigenen wisen und würken ir gute werk und ensüchent nüt fürbas.

Dise lüte die stont undenan an der rinden des böms und habent sichgar vaste dar an; aber si enwellent uf den böm mit klimmen. Aber si lont in

1. stille S, stillekeit 88, lusterene F. 3. ime S, f. EF. u. ein rum S. 4. enver-tragent; t nachtr., doch vidi, vom Sehr, übergeschr. E. 7. süllen nachtr. gestr. E, steht F,f. S. 8. und m. ES, in m. F, mit m. Druck, gute werk E, guter w'ke F. 12. nach das Veno,und a. B. von der H. d. Sehr, d' E. 13. liobetteil] teil mit Verw. a. B.; in der Zeile steht,teilw. auf Basur, houe (?): urspr. here? E, höbt (vorher ebenfalls d', nicht dj) F, teil S. diegestr., wohl nicht v. Sehr., E. alle leider /'. S. 17 f. und zu dem d. g. S. 21 f. oder—dernüt f. S. 21. enwürde: en ausradiert, doch lesbar E, in wurt F. 24. tropfen n. S.25. nüt S. aber EF, von j. H. gestr. und in vnd korr. E, und S. 28. mer doeb] aber S.30. w'ke ire gute w'ke; dann w'ke gestr. und ire in ire korr., aber die Korr. in gute w'keunterlassen F. 31. haltet F. 32. Aber f. S.