39. Karissimi, estote unanimes in oratione. 155
des Got nüt ein wore saclie enist, und gehört im zu das er besnide sine wortund wandelunge von aller unordenunge inwendig und uswendig.
Alsus sol sich der mensche bereiten zu dem woren gebette. Das S. Peterheisset das es einmütig sülle sin, das ist das dis gemüte an Gotte alzemoleund alleine klebe und das der mensche das antlit sines grundes und gemiites 5alzemole an Got gegenwertklichen gekert habe und habe ein milt gunstlichanhangen an Gotte.
Kinder, nu han wir doch alles das von Gotte was Avir han. Und wiemag des iemer minr gesin, wir entragen das alzemole wider uf alles das wirvon im enphangen han, mit einem inwendigen zu gekerten antlit und gemixte, 10das das ungeteilt si und einmütig. Und clenne sol der mensche uf spannen allesine krefte uswendig und inwendig und sol die alle zemole uf tragen in Got.
Dis ist die rechte wise die zu dem [18"] woren gebette gehört. Undnüt enwenent das das wor gebet si das man vil gepoppelt mit dem mundeuswendig und vil seiter und vil vigilien liset und die ringe strichet und das 15herze har und dar löft. Wissent für wor: alle die gebet oder die werkdie üch an dem gemüte des gebettes hinderent, die losse künlichen varn, es sioder heisse wie es welle oder wie gros oder gut es schine, usgenomen dasgezit alleine die das schuldig sint von ordenunge der heiligen kilchen; anedas so los künlichen varn so was anders dich hindert an dem woren wese- 20liehen gebette.
Nu gevelt das under wilen das einre gemeinde wirt uf geleit grosswer gebet uswendig für etliche Sachen. Wie sol sich dar zu gehalten eininwendig mensche den die gebet des mundes inwendiges gebettes hinderent mitder nswendikeit? Er sol beide lossen und och tun: als wie? Er sol sich 25samnen zu im selber und in sinen inwendigen grünt keren mit uferhabenemgemüte und ufgetenten kreften, mit einem innerlichen angesicht der gegen-würtikeit Götz und mit inwendiger begerunge vor allen dingen des allerliebsten willen Götz, in einem entsinkende der mensche sins selbs und allercreatürlicher dinge und do in sinken ie tiefer und tiefi'er in den clarificierten 30willen Götz. Und denne sol der mensche dar in ziehen mit trüwen alle dieSachen die im enpholhen sint, und begeren das [19 r ] da Got sin ere und sinlob würke und nützlichen und trostlichen den lüten die im bevolhen sint.Kint, also hast du vil bas gebettet denne ob du tusent münden gebet tetest.
6. gegenw'tkliche E; die Abkürzung in ir oder ur (s. u. Z. 28) aufzulösen? 11. undS, ein E. 15. strichet E 88, stricket S. 16. h. h. S, h. und h. E. 20. lo alle die
z it k. S. so {vor was), gestr. u. unterpunktiert, aber dem urspr. Schreiber angehörig, E.
23. etliche (auf Bas., urspr. suliche?) E. 24. munt [?] in mundes [s iibergeschr.] leorr. E.
gebette: ein schließendes s ist ausradiert; vidi, gleichzeitig dem aus den korr.? E. Im Druck:den das geb. d. m. inw. geb. irret vnd hindert. geb. irrent und h. 8. 32. enpholen mit
nachtr. iibergeschr. h u. mit Einschiebungszeichen E. 33. und (vor nützl.) f. Druck.
y 4- t. werbe mit dem munde gebette t. S, t. münder gehabt bettest Druck, munde 88.