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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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5. An dem zwölften tage usser Ysaias epistele.

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su disen grünt selber wellent bereiten und drin würckent und daz Got indisen grünt nüt gewürcken enkan, und dovon ist ir fride valscli und ensintmit in der worheit ufgestanden; dise lüte ensüllent sich nüt anenemen daz südt Jherusalem sint oder sich eigens woren fridens üt vermessen, aber süsüllent und müssent sich üben noch vil sicherlichen daz sü ire gebresten 5überwinden und in den bilden unsers herren Jhesu Cristi und in demütigenwercken und in minnewercken, und sterben des iren in allen dingen und lerenalso ufston. Mer die andern daz sint edele menschen, die stont uf in derworheit, und davon werdent sü eiiühtet, die lossent Got iren grünt bereitenund lossent sich Grotte zumole und gont des iren us in allen dingen und 10behaltent in nüt in keinen dingen noch in werken noch in wisen, in tun nochin lossende, noch sus noch so, in liebe noch in leide, sü nement alle ding vonGot in demütigen vorhten und tragent sü ime zumole uf wider in eime blossenarmüte irs selbes in einre williger gelossenheit, und böugent sich demüteclicheunder den götlichen willen; wie Got welle in allen dingen, des sint sü züfriden, 15in friden und in unfriden, wanne in smacket alleine der gute wolgevallendewille Gottes. Von den lüten mag man sprechen also unser herre sprach zusinen jungern do sü in uf hiessent gon zu der hochgezit, do sprach er: 'Gont iruf, uwer zit ist alle zit bereit, aber mine zit enist noch nüt'. Diser lüte zit

ist alle zit, das sü sich lident und lossent: die zit ist alle zit; aber sine zit ist 20

allewegent nüt; wenne er würcken oder erlühten sülle oder welle, das lossent

sü sime götlichen willen in einre gelossenre gebeitsamer langmütikeit Und

dis underscheit von disen menschen für den ersten ist daz das sü Got iren

grünt bereiten lossent und nüt sü selber; und die dis sint, die liant wol den

ersten anstos und die erste bewegunge, wan der enist nieman lidig. Aber 25

darnoch so in die gebresten fürgehalten werdent, es si hochfart oder lust des

fleisches oder zitlicher dinge oder zorn oder has oder weler hande kunne daz

ist domitte sü angevohten werdent, daz sü vil gröslichen und vil swerlichen

ankummet, alzuhant noch der ersten bewegungen, so kumment sü es an Got

demüteclichen und lossent sich sime willen und lident und lossent sich, und die 30

lüte stont in der worheit uf, wanne sü kumment allerdinge über sich selber;

und dise werdent ouch in der worheit ein wor Jherusalem und hant friden in

unfriden und liep in leide; in smacket der wille Gottes in allen dingen, und

dovon kan in iren friden alle die weit nüt benemen; hettent alle die tüfele

und alle die menschen gesworn, sü enkundent in iren friden nüt genemen. 35

Den lüten smacket alleine Got und nieman anders, und dise werdent in der

worheit erlühtet, wanne Got lühtet in sü in allen dingen krefteclichen und / 6\ ^,

luterlichen, also werlichen in dem meisten vinsternisse und noch vil weiiicher

denne dem schinenden Hellte. Ach dis sint minnencliche lüte, es sint über-

........~ . ' ' Ci

6. das erste und eu streichen? 13. demütiger? (undeutl). 39. vor dem ein in

au ergänzen?