72 Histor. Handschriften in Quärtö Nr. 15G.
IL Bl. 27—42. Peregrinatio S. Brandani abbatis.
Diene Legende wurde ■herausgegeben von Jubinal (la legendelatine de S. Brandaincs 1839) und von Karl Schröder (S. Brandan,ein lateinischer und drei deutsehe Texte 1871), neuerdings auch, inder Bibliotheca Casineusis T. 3 (1877) p. 411 — 427. In unsererHandschrift fehlt Anfang und Schluss der Legende; der Defekt vorne— 33 Linien der Schrödersehen Ausgabe — bestand noch nicht, alsdie Handschrift (in Comburg?) paginiert wurde; man vermisst näm-lich jetzt die S. 27 und 28 dieser alten Fagiuatur; der Defekt amSchluss aber — 21 Linien des Schröder sehen Textes betragend —war bereits damals vorhanden; denn hier zeigt die Paginatier keineLücke.
III. Bl. 43—140. Hugo a S. Victore, homiliae in ecclesiasten Salomonis.
Gedruckt in dessen Opera. Bothom. 1648 T. 1 p. 75 — 146.
IV. Bl. 141 — 151. Hugo a S. Victore, eruditiones didascalicae.
Fragment aus Lib. VII, beginnend inmitten des Gap. 4 (Opp.cd. cit. T. 3 p. 42, col. 2, Im. 11) und reichend bis zum Schlussdes Cap. 24 (ib. p. 53, col. 1), aber verbunden (so schon das ersteBlatt) und defekt, -was eine spätere Hand an zwei Stellen durchdeest auf dem Hemde angedeutet hat.
Dieser Kodex ist registriert von Gräter, ilerkw. der Comb. Bibl. S. 21.
Perg., XII. Jahrh., 55 Bl. Lederbd mit Golclverzieruny.
Aus dem Kloster Zioiefallcn [dort nr. 1!)5).
Ortlieb, de fundatione monasterii Zwivildensis libri 2.
Line moderne Überschrift S. 1 giebt dem Buch den Titel: Chro-nicon de origine, fundatione, incrementis monasterii Zwifaltensis. Überderselben befindet sich von alter gleichzeitiger Hand eine Schenkungsurkundedes J. 1156. Das Werk selbst beginnt fol. 1' mit einer Drafatio. Ortliebfing, wie er selbst sagt, im J. 1135 cm, daran zu schreiben. Das ersteBuch, (bis Bl. 40) ist durchaus von seiner Hand mit Ausnahme wenigerZeilen Bl. 37' unten bis 38, hin. 1, ivo eine andere etwas jüngere Handund eine blassere Tinte sich bemerklich machen. Das zweite Buch istFragment, geblieben. Ortlieb schrieb davon nur Bl. 41 — 44' oben undwieder 45' — 48', endlich noch 50', indem er vor dem J. 1140 die Federniederlegte. Die Vorgänge des J. 1141 verzeichnete eine etwas spätere