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2 (1891) Die Handschriften in Quarto und Oktavo
Entstehung
Seite
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Histor. Handschriften in Quarto Nr. 154. 155. 71

154.

Perg., XV. Jahrh., 68 Bl. Holzbd mit Lederüberzug.

Aus dem Stift Komburg (dort nr. 60). In den Bandverzierungen des ersten Blatts

stellt 0 V EGK mit Wappen und der Jahreszahl 1539. Damit ist Oswald von Eck

(vcrgl. Eol. nr. 407) als früherer Besitzer konstatiert.

Dictys (hier Ditis geschrieben) Cretensis, de bello trojano.

Diesen Kodex, welcher mit gemalten Initialen geziert ist, registriert Gräter,Mcrkw. der Comb. Bibl. S. 21 als gegen das Ende des 15. Jahrh. geschrieben.Dcderich (1833) und Meister (1872) in ihren Ausgaben des Dictys erwähnendesselben unter ihrem Apparat nicht.

155.

Perg., von, verschiedenen Händen des XII Jahrh., 151 Bl.

Holzbd.

Aus dem Stift Komburg (dort nr. 53).

f. Bl. 126. Honorius Augustodunensis, imaginis mundi libri 3.

Die ersten acht Zellen werden durch ein nicht zu Honoriusgehöriges Stück eingenommen, welches mit den Worten: ego quippevigilavi mitten im Zusammenhang beginnt; es folgen sieben Zeilenunter der Überschrift: de numero digitormn, endlich eine in Dialog-form gehaltene Einleitung zu- Honorius, welche der Ausgabe diesesAutors in der Bibliotheca maxima patrum nicht vorangeht. Wohlaber finden sich in der letzteren die zivei Epistolu' (Christiani adHonorium, Honorii ad Christiauum), -welche auf Bl. I den eigent-lichen Text der Chronik einleiten.

Der Text des Honorius erscheint in dieser Handschrift ohnedie Fortsetzungen, welche sich später daran anreihten, und schliesstmit dem Namen Chuonradus (d. h. Konrad 111. von Hohenstaufen),welchem erst durch eine jüngere Hand die Worte: regnavit annosXIIII beigeschrieben sind. Die ältere Hand bietet also eine Rezensionder Chronik, welche noch zu Lebzeiten jenes Kaisers verj'asst ist.

Einen kleinen Abschnitt des ersten Buchs und den Schluss des drittenhatWilmans in den Mon. Germ. hist. SS. 10, 133f. ediert; über frühere Aus-gaben giebt Potthast Auskunft. Unsere Handschrift, soweit sie diese Chronikenthält, ist beschrieben im Archiv der Gesellsch. f. alt. deutsche Geschichts-kunde 4, 304 ff. Wilmans hat sie nicht benützt.