Histor. Handschriften in Quarto Nr. 83. 33
Kurfürsten Maximilian I. von Bayern nach Oberösterreich und Böhmen,dessen bedeutendstes Ergebnis der Sieg der Katholiken am weissenBerge war, Tag für Tag von dem Aufbruch des Kurfürsten ausMünchen (22. Juni) bis zu seiner Heimkehr (25. Not). 1620), Erwar als Begleiter des Karmeliterpaters Dornenico di Gesa Maria,welcher in dem Buch öfters erwähnt wird ( Bl. 19\ 33. 93'—04.120'), nach, Deutschland gekommen und stiess am 19. Juli in Schär-ding zu dem Kurfürsten. Der ganzen Erzählung zufolge machte dergenannte Pater, welcher eben hiezu von Papst Paul V. gesendet tvar,den Zug mit (s. auch Gindely, Gesch. d. 30j. Kriegs 3, 251. 339.360 f.) und so auch sicher sein Begleiter; nur ist auffallend, dasser sich Bl. 3 nicht auf das Mitdabeige wesensein beruft, sondern ver-schiedene Relationen anderer „Autori" und Mitteilungen von Augen-zeugen als seine Quellen nennt.
Eine Abschrift dieser Relation aus unserem Kodex besitzt seit 185G dasmährische Landesarchiv. Gindely hat sie dort eingesehen und zu seiner Ab-handlung: „Ein Beitrag zur Biographie des P. Dominions a Jesu Maria 1 '{Archiv f. österr. Gesch. Bd. (15 S. 137 ff.) benützt.
00. a. b.Pap., XVI. Jahrh., a. 44, b. 45 beschriebene S. Papier decke.
Recupperation des Fürstentums Wirttembergs ao 1534.
Hans Börach, gest. 1578 als herzoglicher Rentkammerrat (s. Cru-sius, Annal. Suev. 2, 766), welcher dieses historische Gedicht zweimalschrieb und das eine Exemplar (a.) dem Herzog Ludwig von Württem-berg , das andere (b.) dem, Herzog Friedrich (Mömpelgarder Linie) wid-mete (1575), ist nicht der Verfasser desselben, so wenig als Joh. Aukeliu,Schulmeister zu Schorndorf, welcher in einer andern, ursprünglich imBesitz Veesenmcyers (vergl. dessen Programm: Aliquot codicum manuscrip-torum, quos possiäet —, index. Ulm, 1822 p. 12), jetzt in der Ulmer Stadt-bibliothek ( Miscellanband 4° nr. 108—116) befindlichen Abschrift unter-zeichnet ist. Eine vierte Kopie, welche K. Ph. Conz in Händen hatte,nennt am Schluss als den Verfasser Thom, Volz, von welchem ein an-deres Lied aus derselben Zeit bei Liliencron, hist. Volksl. 4, 79 f. (vergl. 70)gedruckt ist. Diese vierte Kopie liegt dem Drucke zu Grunde, welchenConz in Hormayrs Archiv für Geographie, Historie u. s. w. Jahrg. 11(1820) nr. 59. 61. 62. 63 von unserem Gedicht veranstaltete. In demBibliothekexemplar dieses Drucks schrieb Ch, F. Stalin Varianten aus der
HandBchr. d. k. äff. Bibl. Stuttg. I, 2. 3