72 Histor. Handschriften in Folio Nr. 161.
17. Bl. 27(') / —278. Dessgl. zwischen den Herzogen Johann Friedrichund Julius Friedrich d. d. 28. Mai 1617 nebst Quittung des letztern v. 10. Juni.
18. Bl. 279 f. Nebenreeess der Haydenhaimischcn Jagen halber d. d.31. Juli 1617.
19. Bl. 281 f. Obligation Herzog Magni von Württemberg s. d.
20. Bl. 283—287. Verglich zwischen H. Johann Friedrich und Lud-wig Friedrich d. d. 11. Dec 1618 (gedr. b. Paulus, Haupturkunden 3,8. 89 ff.).
21. Bl. 288—297. Vertragsabschied zwischen den Herzogen Friedrichund Eberhard d. d. 27. Sept. 1649 (eb. S. 103 ff. Reyscher 2, 357 ff.).
22. Bl. 298—306. Dessgl. zwischen den Herzogen Eberhard u. Ul-rich d. d. 7. Apr. 1651 (Reyscher 2, 370 ff.) nebst Nebenreeess vom27. Sept. 1651.
161.
Pap., XVI. Jahrh., 318 Bl. Holzbd mit J.eder überzogen.Früher in der Bibliothek des Oberrats.
Chronik der Stadt Augsburg.
Ohne Titel. Es sind bei dieser Handschrift zwei Hände zu unter-scheiden: eine ältere, welche vom, Anfang bis zum J. 1511, dann wiederBl. 253 eine Nachrieht aus dem J. 1520, endlich Bl. 262—289 die Be-richte aus den J.I. 1528 — 1541 schrieb, und eine jüngere, welche Rand-noten und Zusätze zum Vorigen machte und eigene Notizen gegen denSchluss hin einschaltete, deren letzte vom J. 1547. Diese jüngere Handsetzte über den Anfang des Textes: „Hcctor Mielich halt die Geschiehtzamen zogen uudt in, diese Ordnung wie lue zur, sehen, gebracht." NachFrensdorffs Einleitung zu den, Chroniken von Augsburg (Chroniken derdeutschen Städte Bd. I. 18(15. S. XLI) geht Mülichs Chronik bloss von1348—1487. „Mit der Vorzeit findet er sich durch einen Eingangssatzab, der das Augsburger Stadtwappen mit Drusus in Verbindung bringt."Letzteres Merkmal trifft allerdings in unserem Exemplar S. 1 zu, aberzwischen diesem „Eingaugssatz" und dem behaupteten Anfangsjahr 1348liegen hier eine Reihe historischer Daten, beginnend mit dem J. 85(> undfortgehend bis zum J. 1346. Was dann Frensdorff über die späteren Be-arbeiter und Fortsetzer Mülichs sagt, passt gleichfalls nicht recht zu unsererChronik. Im übrigen geht aus einer Vergleichung der letzteren mit Fol.nr. 121 hervor, dass Mülich von unserem Chronisten stark ausgeschrieben ist.
Das Gedicht über Ulrich Schwarz S. 183'—188' hat Liliencron, hist.Volkslieder 2, 132 ff. publiziert, ohne dieser Ildschr. zu gedenken.