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1 (1890) Die Handschriften in Folio
Entstehung
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50
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50 Histor. Handschriften in Folio Nr. 121. 122.

121.

Pap., XVI Jahrk, 424 gezählte Bl. (das letzte beschriebeneist übrigens Bl. 325). Holzbd mit Leder überzogen.

Auf dem Biickdeekel liest man: 1531. Von meinem lieben Vater Anthoni Pynel AnnaJ. Sulzerin. Später gehörte der Kodex dem Oberrat.

Hector Mülich, Chronik von Augsburg.

Auf dem Vorsetzblatt dieser Augsburger Chronik (aber auch eineranderen, welche gleichfalls dem Oberrat gehörte, Fol. ur. 161) stellt dielitterarische Notiz: „Huldricus monachus S. Afrce scnpsit chrouicon ad,Fetrum Cardinalem tit. S. Vitalis de rebits gestis Augustanorwm. Sigis-mundus Gossenbrotus collcgit annales patriae suai." Diese Worte habentoohl dazu Anlass gegeben, dass vorliegende Chronik im alten Katalog demSigm. Gossenbrot zugeschrieben -wurde. Allein Gossenbrot schrieb überhauptkeine Chronik, sondern provozierte nur durch seine Anregung die Meister-linsche (s. Chrou. d. deutsch. Städte Bd. 4 S. XXXVIII). Den Verf.unserer Chronik erkennt man aus den Worten: „Ich Hector Mülich"bei den JJ. 1452 (Bl. 83') und 1454 (Bl. 86'). Mit Bl. 248 beginntdie Fortsetzung des (Unterkäufers) Georg Diener beim J. 1499 und geht(nach Chron. d. deutsch. Städte Bd. 4 S. XLI) bis zum J. 1512. Nachdiesem Jahr finden sich nur noch zerstreute Einträge von anderer Handaus den JJ. 1514. 1518. 1520. 1521. 1523. 1529 (bis 1534).

122.

Pap., XVII. Jahrk, 481 Bl. Pergbd.

[Lorenz Fries], Wirtzburgische Cronica, abgeschrieben durch Johann GeorgSchilling, der Zeitt jungen Gesellen und Scribenteu zu Münncrstatt Anno

lf>22.

Angeb. die von derselben Hand kopierte:Beschreibung tless unversehenen und erschröckhlichen Grumbachischen Ein-falls, wasmassen die Stadt Wirtzburg erobert und eingenommen worden imJar des Herrn Jesu Christi 1563.

Die Würzburgische Chronik vollendete Fries im J. 1546; mit denFortsetzungen reicht sie in dieser Hdschr. bis zum Bischof Julius Echtervon Mespelbrunn (gest. 1617).

Veryl. hiezu Fol. nr. 115. 315. 423.