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schienen; als Auslandsware schon galten sie als verboten, undschwerlich wagte ein Sortimenter, sie den Zensurbehörden zur Er-langung der Debitserlaubnis vorzulegen. Leipzig war also wiedereinmal der Herd des Unrats, so viel hatte man doch wenigstensheraus. Der von Friedrich Campe denunzierte Volckmar wurde alsovernommen. Am 21. April 1834 teilte die sächsische Regierung dasErgebnis ihrer Untersuchung den Berliner Zensurministerien mit:Volckmar war tatsächlich der Kommissionär von Brunet, einesolche Firma habe „dem Namen nach" in Paris bestanden, und„namentlich" die Schriften Börnes herausgebracht. Volckmar habeaber nie unmittelbar mit ihr verkehrt, nur ihre Pakete weiterexpe-diert und verpflichte sich gern, das in Zukunft nur noch unter Auf-sicht der Leipziger Bücherkommission zu tun. Volckmar sei über-zeugt: der eigentliche Besitzer der Firma sei Börne selbst. Wegender „ersichtlichen Ordnungswidrigkeit" des Verkehrs zwischenVolckmar und Brunet will Sachsen noch geeignete Schritte tun.Darüber verlautet dann nichts mehr. Aber Preußen macht kurjenProzeß und verbietet am 21. Juni 1834, gleichzeitig mit den Verlags-werken von Heideloff und Campe auch die von Brunet, währendsich der Bundestag in seiner Verfügung vom 10. Juli auf die ersterenbeschränkt.
Soweit die Vorgänge, vom Zuschauerraum aus gesehen, aus demParkett gelangweilter und wenig neugieriger Gerichtsbehörden undMinisterialbeamten. Volckmar spielt den Naiven: er weiß vonnichts, er weiß nicht einmal, daß die früheren Bände der „Briefeaus Paris" streng verboten sind. Er ist ganz ohne Arg: Brunet inParis hat ihm die Sendung ordnungsgemäß avisiert — hier dasBlatt, bitte sehr, meine Herren, mit Poststempel! Er weiß nichtanders, als daß die Druckbogen direkten Weges von Paris überStraßburg und Plauen nach Leipzig gekommen sind. Warum er aufBörne als Selbstverleger schließt? Der hat ihm ja darüber geschrie-ben — der Brief zwar ist nicht gleich zu finden, aber hier sein(Volckmars) Memorial: da steht alles genau angegeben. Wenn derBegriff Brunet sich in nichts auflöst, so kann er das „nicht riechen";er hat keine Bedenken gehabt, und geschäftlich war die Sache ohneRisiko: er hat das Buch und nimmt das Geld dafür ein. Wie kannman nur dagegen etwas haben?
Im Souffleurkasten aber und hinter den Kulissen sitzen die Draht-zieher und lauschen ängstlich, daß sich ihre Marionette nicht ver-plappert und andere als die genau vorgeschriebenen Bewegungenmacht. Die Drähte des Puppentheaters laufen in einer fernen Handzusammen: in der Julius Campes! Die Aktenmenschen wissen davonnichts, sie ahnen nur dumpf, daß doch etwas nicht in Ordnung ist,aber wenn Volckmar ehrlich an den großen Unbekannten in Paris