Druckschrift 
2 (1928)
Entstehung
Seite
34
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BRUNET 34

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[Benutzte Akten: Geheimes Preußisches Staatsarchiv Rep. 77 II♦ Spec. B 42; Rep. 101 E Spec. B 54. — Eine zuverlässige Studie überBeurmann, die sich ihrer zeitgeschichtlichen Zusammenhänge wegensehr verlohnt, fehlt noch; dies und jenes über ihn findet sich beiKarl Gutzkow, „Rückblicke auf mein Leben", 1875, S. 143, 147»157; Julius Rodenberg, „Iieimaterinnerungen an Franz Dingelstedtund Friedrich Ötker", 1882, S. 54, 57 ff.; „Briefe hervorragenderverstorbener Männer Deutschlands an Alexander Weill", 1889, S. 16,77, I 5Si l( *8; Friedrich Bodenstcdt, „Erinnerungen", 1880/90, II,S. 53, 247; Julius Rodenberg, „Franz Dingelstedt", 1891, I, S. 131;H. H. Houben, „Gutzkow-Funde", 1903 (Register); Ernst Rowe,„Stehely und Comp." in den „Preußischen Jahrbüchern", 1904,Band 117, Heft 1, S. 98 ff.; Ludwig Geiger, „Das junge Deutsch-land. Studien und Mitteilungen" (1907), S. 212 ff., 232, 235 ff., 242 ff.;H. H. Houben, „Bibliographisches Repertorium, III. und IV. Band,Zeitschriften des jungen Deutschlands", I. und II. Teil (Register),1906/09; H. H. Houben, „Jungdeutscher Sturm und Drang", 1911(Register) ; Karl Glossy, „Literarische Geheimberichte aus dem Vor-märz", 1912 (Register).]

BRUNET, L., Verlag.

Nachdem die ersten beiden Bände von Ludwig Börnes „Briefen ausParis' allenthalben verboten worden waren, erschien die Fortsetzung,Band 3 und 4, unter dem humoristisch-harmlosen Titel „Mittheilun-gen aus dem Gebiete der Länder- und Völkerkunde", aber mit demNamen des Verfassers, bei L. Brunet in Offenbach (1833), derSchluß, Band 5 und 6, wieder unter dem richtigen Titel bei derselbenFirma, aber in Paris (1834). Andere Werke mit dieser Verlagsfirmawaren bisher nicht nachzuweisen.

Wer war dieser „rätselhafte Unbekannte", wie ihn Karl Gutzkowin seiner 1840 bei Hoffmann und Campe in Hamburg verlegtenBörnebiographie nennt? Die Antwort darauf gab er selbst fünfund-dreißig Jahre später in seinen „Rückblicken auf mein Leben" (1875) :niemand anders als Campe selbst; auch die Druckerei, die das ver-botene Werk herstellte, versicherte Gutzkow, sei damals jedermannbekannt gewesen: die Altenburgische Hof buchdruckerei von Pierer,bei der Julius Campe auch Heines „Französische Zustände" und an-deres drucken ließ.

Für Band 1 und 2 stimmt Gutzkows Angabe nicht; daß dieseersten Bände in Nürnberg bei Campes Bruder Friedrich hergestelltwürden, steht nach den gerichtlichen Aussagen des Hamburger Ver-legers fest (vgl. den Artikel: Börne im 1. Band). Daß aber der Ham-burger Verlag auch bei Band 3 bis 6 seine Hand im Spiele hatte, isternstlich nie bezweifelt worden. Der Börnebiograph Michael Holz-