87Kirchliches.Mr. Hendricken versproecken van jeder Duysent Ponden te ver-geiten 20 Rx. ende boven dyen eins en voor all twe ToenenBiers. Ten 3. is veraccordeert, dat die Helfte der Penninge sallerlacht werden, als wanneer het Werck verwerdicht, edoch vierthienDaeghen daernar onbevangen. Ten 4. is verabredt, dat dieandere Helfte sall betaelt werden, als die Clocken op des Ver-geiters Gefahr een Jaer en ses weechen sullen gehangen hebben,edoch soo te verstaen, dat die Clocken niet onbehoirlyck aengesoechtsullen werden. Ten 5. is besproecken, dat die Gemeinsluydenalle noodige Materialien totte Clocken sullen furneeren. Ten 6.prestirt sich Mr. Hendrick van Trier, soe die Clocken faillierdenim Geiten, dat hy se sall ergeiten op syne Costen. Ten 7. hebbenSchepenen en Geswornen Mr. Hendrickens Huysvrouwen ver-sproecken vier Stein Vlaes en geloeft haer noch verners te be-dencken, soo alles well geraedt, en overmits nu dieser gestalteinigh geworden, soo habben dese ter waerer Urkundt onderteickent.Actum, Virsen den 25. Junij 1657.“ In ähnlicher Weise ac-cordirte die Gemeinde unterm 8. Juny 1751 den Umguß dergrößten Glocke mit dem „Klockenmeester Mr. Christian WilhelmVoigt, Ingesatenen des Ambts Hinsbergh.“ Der Meister über-nahm den Guß und das Aufhängen auf eigene Gefahr und ca-virte außer einer dreijährigen Garantie „eene behoirlycke Inton-neeronghe, Consonantie ende Overeenstemminghe mitte middelsteKlocke, während die Gemeinde ihm zu je hundert Pfund fünfPfund neue Glockenſpeiſe zu liefern, für je hundert Pfund Um-guß vier Reichsthaler zu bezahlen, den Maurern des Ofens undden Aufhängern der Glocken, wozu sie die nöthigen Leute stellte,Essen und Trinken zu geben und außerdem einen täglichen Hand-langer zu stellen versprach. Da die durch die Gemeinde veran-stalteten Collecten die Kosten nicht deckten, erlaubte Geldern aufden Antrag der Gemeinde hin unter dem 10. August 1751 denVerkauf mehrerer derselben zugehörigen Buschparcellen.Aehnlich der Erhaltung des Kirchdaches lag auch der Ge-meinde die Beschaffung des Kirchhofes, sowie die Instandsetzungder ihn umgebenden Mauern und Stagnetten ob. Da das anden Kirchhof anschießende Grundstück Pfarreigenthum war, sowurden nach Ausweis der Gemeinderechnungen die Kaufschillingefür eine jedesmalige Erweiterung des Kirchhofes an den Pfarrerausbezahlt. Ein anderer zuweilen im Budget der Stadt auftre-tender Posten betraf die Unterhaltung der Heiligenhäuschen undähnlicher öffentlichen Wahrzeichen des religiösen Cultus; so findenwir 1763 folgende Ausgaben: „Het Kreutz gemacht aen denWindmolen staende 6 Rx. 30 St.; voor Eyserwerck aen hetKreutz op Hoesterfeld en de Eysere Hand gemacht 2 Gl. 15 St.Ebenfalls lastete die Instandhaltung des Pfarrhauses von Alters
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Aus dem alten Viersen : ein Beitrag zur Culturgeschichte des Niederrheines ; nach den Quellen des Viersener Stadt-Archivs
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