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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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Baum steht, oder hinter eine Hecke geht, da machteer kurzen Prozeß. Seinetwegen durfte ihm jedersmann zuschauen, wers noch nie gesehen hat.

Bei den vornehmsten Gelegenheiten, wenn er inder kostbarsten MarschallsUniform voll Ehrenkreuzenund Ordenssternen da stand, und wo man ihn ansah,von Gold and Silber funkelte und klingelte, triebers doch wie ein säuberlicher Bauer, der wegwirft,was ein Herr in die Rocktasche steckt. Er schneuztedie Nase mit den Fingern, strich die Finger am Ermel ab, und nahm alsdann wieder eine Prise ausder goldenen Dose.

Also lebte der General und Fürst Italinsky Su.warow.

Die zwei Postillione.

Zwei Handesleute reisten oft auf der Extrapostvon Fürth nach Hechingen, oder von Hechingen nachFürth, wie jeden sein Geschäft ermahnte, und gabder eine dem Postillion ein schlechtes Trinkgeld, sogab ihm der andere kein gutes. Denn jeder sagte:Für was soll ich dem Postknecht einen Zwölfer schen-fen? ich trag' ja nicht schwer daran." Die Postilslione aber, der von Dünkelsbühl und der von Ell,wangen fagten: ,, Wenn wir nur einmal den Herreneinen Dienst erweisen könnten, daß sie spendaschlicherwürden!" Eines Tages kommt der Fürther in Dun-kelsbühl an, und will weiters. Der Postillion sagtezu seinem Cameraden: Fahr du den Passagier."Der Camerad sagte: Es ist an dir." Unterdessenfaß der Reisende ganz geduldig in seinem offenen Elias